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Das Buch Mormon überzeugt

Das Buch Mormon hat mich lesen gelehrt

„Schwester, ich kann jetzt lesen!” Ich sah sie erstaunt an. Die kleinen Falten in ihrem Gesicht zogen sich zu einem breiten Lächeln zusammen. Wir waren bei einem Essen der FHV der Gemeinde Quilpue.  „Aber, Schwester Medina ...” stammelte ich. „lch wußte nicht ...”   „0, nein. Ich wollte ja nicht, daß es irgend jemand erfuhr”, entgegnete sie. „Ich schämte mich ja, daß ich Analphabetin war." Schwester Ana de Medina war eine ältere Dame, immer lächelnd und freundlich, die unsere Gemeinde besuchte und wegen eines Herzfehlers unregelmäßig atmete. Sie war Witwe, und keines ihrer Kinder wollte das Evangelium annehmen. Sie kam mit dem Bus zur Kirche, gewöhnlich allein. „Aber, Schwester Medina, warum haben Sie mir nicht früher gesagt, daß Sie nicht lesen konnten? Es wäre mir eine Freude gewesen, zu Ihnen nach Hause zu kommen und mit Ihnen zu üben.” „Vielen Dank, Schwester. Ich weiß, Sie hätten das getan. Ich habe gelernt, im Buch Mormon zu lesen — und mit Hilfe des Herrn.” Ich war fasziniert. Diese Schwester hatte treu die Versammlungen der FHV besucht, und da ich die Lehrerin für „Geistiges Leben" war, hatte ich sie oft gebeten, eine Schriftstelle vorzulesen. Sie hatte immer mit einem freundlichen Lächeln entgegnet: „Tut mir leid, ich kann nicht.” Ich hatte immer nur angenommen, sie könne nicht mehr gut sehen oder habe ihre Brille vergessen.
Dann erzählte sie mir, daß ihre Eltern es nicht für wichtig angesehen hätten, daß ein Mädchen eine Schule besuche, und sie daher als Mädchen nur gelernt habe, wie man Hausarbeiten verrichte.
Als die Missionare an ihre Tür klopften, hörte sie diesen aufmerksam zu und hatte das Gefühl, daß sie die Wahrheit sagten. Nachdem sie gegangen waren, bat sie ihre Tochter, ihr die Broschüren vorzulesen, die die Missionare dagelassen hatten. Die Belehrungen durch die Missionare wurden auf diese Weise fortgesetzt, ohne daß die Missionare sich jemals darüber klar wurden, daß sie nicht lesen konnte. Sie versuchte jedes Wort und jeden Gedanken zu behalten. Schließlich kam der Zeitpunkt, wo sie mit ihr über das Buch Mormon sprachen und ihr ein Exemplar gaben. Damit fing die Qual an!
Sie nahm das Buch als kostbares Juwel an, hüllte es in einen schönen Schutzumschlag ein und stellte es auf den Kaminsims. Oft nahm sie es in ihre zitternden Hände und strich liebevoll über den Einband. Sie weinte oft, weil sie zwar einen unschätzbaren Schatz hatte, sich dessen aber nicht erfreuen konnte.
Schließlich konnte sie es eines Tages nicht länger ertragen. Sie fiel auf ihre Knie nieder und bat den Herrn inständig, ihr zu helfen, mit dem Schatz, der in diesem Buch enthalten sei, vertraut zu werden und sie nicht in Dunkelheit zu lassen, wo sie doch dem Licht so nahe war.
Eines Tages bat sie ihre Tochter, ihr doch die erste Zeile des Buches Mormon vorzulesen — nur die erste Zeile: „Ich, Nephi, stamme von guten Eltern.” Sie wiederholte diese Zeile viele Male und betrachtete dabei jedes Wort sorgfältig, stellte fest, wie es gebildet war und was es bedeutete. Sie lernte die Worte, indem sie sie auswendig lernte.
Dann bat sie ihre Tochter, ihr die zweite Zeile vorzulesen, und tat das gleiche mit dieser, indem sie sie viele Male wiederholte, bis die Kontur eines jeden Wortes in ihrem Gedächtnis eingeprägt war. Langsam, Zeile für Zeile, fuhr sie fort, bis sie in der Lage war, bestimmte Worte, die sich in der heiligen Schrift wiederholten, zu erkennen. Bald begann sie, die Wortfolge der spanischen Sprache zu verstehen. Sie lernte, Silben zu analysieren und dann Buchstaben zusammenzufügen, und verband Töne mit diesen Buchstaben.
Ihr Fleiß war erstaunlich. Tag für Tag lernte sie, ihr geliebtes Buch Mormon Zeile für Zeile zu lesen. Schließlich kam der wunderbare Augenblick, wo sie feststellte, daß sie jeden Teil des Buches lesen konnte. Sie hatte lesen gelernt!
Von diesem Zeitpunkt an las Schwester Medina das Buch Mormon mit einem Wissensdurst, und danach las sie das Buch ,Lehre und Bündnisse', und sie hatte Freude an der Weisheit des inspirierten Inhalts.
Schwester Medina hat uns nun verlassen, aber ich kann immer noch ihr glückliches, munteres Gesicht vor mir sehen, wenn sie mir jedes Mal, wenn wir uns getroffen haben, mit Freude von etwas erzählte, was sie gelesen hatte.

Irma de Mackenna, Chile; der Stern Juli 1975

3:19 AM - 30.11.2012


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