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Das Buch Mormon überzeugt

Danke für das Buch Mormon

Liebe Schwester Heath, lieber Bruder Heath,
Sie kennen mich nicht, aber ich stehe dennoch tief in Ihrer Schuld. Sie haben nämlich Präsident Bensons Rat befolgt, die Erde mit dem Buch Mormon zu überfluten, und dadurch hat sich mein Leben grundlegend geändert. Ihr Zeugnis steht auf der inneren Umschlagseite des Buches Mormon, das mir zwei Missionare im August 1988 gegeben haben. Sie haben geschrieben: „Dieses Buch wird Ihr Leben beeinflussen wie nichts zuvor.” Im August habe ich noch nicht gewußt, wie sehr sich diese Worte für mich als wahr erweisen würden. Ich möchte Ihnen erzählen, was ich erlebt habe.
Ich heiße Randi Spurling und bin als Kind häufig zu meiner Kirche gegangen. Aber dann fiel ich nach. und nach von meinem Glauben ab. Als mein Mann mich und unsere Kinder im Februar 1988 verließ, nahm er alles Geld mit und ließ mich mit einem Haufen unbezahlter Rechnungen sitzen. Mein einziger Trost in dieser Zeit war, daß ich jede Woche zur Kirche gehen konnte. Ich spürte, daß ich die Kirche brauchte, aber es gab mir nicht genug geistige Nahrung, wenn ich einmal in der Woche zum Gottesdienst ging.
Während dieser schwierigen Zeit klingelte es eines Abends an der Tür. Ich öffnete und sah zwei gepflegte junge Männer draußen stehen, die ein weißes Hemd und einen dunklen Anzug trugen. Sie sagten, sie kämen von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und würden gern mit mir sprechen. Da Lorrie, meine Freundin und Nachbarin, Mormonin war, war ich bereit, ihnen zuzuhören, und sei es nur, damit ich Lorries Glauben besser verstehen konnte.
Als ich die beiden jungen Männer ansah, fiel mir ein Gespräch ein, das Lorrie und ich vor ein paar Monaten geführt hatten. Lorrie hatte mich gefragt, ob ich noch einmal heiraten würde. Ich hatte das ganz entschieden abgelehnt, denn ich wußte: Wenn ich noch einmal heiraten würde, dann nur einen Mann, der keinen Alkohol trank, der nicht rauchte, der seine Frau nicht betrog, der zur Kirche ging, der ehrlich war, der nicht fluchte und der seine Familie mehr liebte als alles Materielle. „Aber so einen Mann gibt es nicht”, sagte ich zu ihr. „Da kann ich ewig suchen.” Lorrie lächelte und erklärte mir, daß die meisten Männer in ihrem Bekanntenkreis genau so und nicht anders seien. Aber ich lachte nur.
Nun sah ich die beiden Missionare an, die vor mir standen, und war neugierig. Deshalb bat ich sie, mich noch einmal zu besuchen.
Ein paar Tage später nahmen Elder Walker und Elder McAllister die erste Missionarslektion mit mir durch, und alles ging hervorragend. Sie gaben mir ein Buch Mormon und baten mich, darin zu lesen und darüber zu beten. Bruder und Schwester Heath, in diesem Buch Mormon las ich Ihr Zeugnis und sah Ihr Bild. Was Sie geschrieben haben, hat mich sehr beeindruckt.
Beim zweiten Besuch der Missionare fiel es mir schwer, das anzunehmen, was sie mir sagten, denn alles stand zu sehr im Gegensatz zu dem, was ich bisher geglaubt hatte. Sie fragten mich beispielsweise, wie ich zur Taufe stehe. Ich erklärte ihnen, daß ich bereits getauft worden sei. Als sie mir dann auseinandersetzten, man müsse durch Untertauchen getauft werden, hielt ich sie für verrückt. Wir sprachen endlos lange über dieses Thema. Dann fragte Elder Walker ganz ruhig, ob ich mit ihnen niederknien und beten wolle. Ich hatte mir nie vorstellen können, daß ein Mann sich zum Beten hinknien könnte, und dann noch, um für mich zu beten! Wir knieten nieder und beteten gemeinsam.
Als ich über das nachdachte, was die Missionare mir erklärt hatten, war ich ganz verwirrt. Wenn ich das annahm, was sie lehrten, dann bedeutete das, daß ich mein Leben ändern mußte — und ich wollte nichts ändern. Mein Leben gefiel mir so, wie es war.
Also beschloß ich, daß ich das Buch der Mormonen nie wieder anfassen und die Missionare nie wieder ins Haus lassen würde. Aber ehe ich am Abend ins Bett ging, gab ich dem Drängen des Geistes nach, schlug das Buch Mormon auf und las so lange, bis mir die Augen zufielen.
Während ich langsam einschlief, sah ich mich, wie ich in völliger Finsternis umherwanderte. Ich rieb mir immer wieder die Augen, weil ich das Gefühl hatte, sie seien voller Sand und ich könne nichts sehen. Wenn ich doch nur wüßte, wie ich sie wieder freibekam! Als ich plötzlich einen Teich erblickte, war ich überglücklich. Ich stieg hinein und tauchte unter, um den Sand fortzuwaschen. Als ich wieder auftauchte, war ich von blendend hellem Licht umgeben. Ich konnte wieder deutlich sehen! Darüber war ich sehr glücklich.
Als ich aufwachte, überfliel mich plötzliche Angst. Die Missionare hatten recht! Was sollte ich jetzt tun? Wie konnte ich zugeben, daß ich jetzt daran glaubte, daß die Taufe durch Untertauchen notwendig war? Ich beschluß, den Missionaren nichts von meinem Traum zu erzählen, aber als sie kamen, um mit mir die nächste Lektion durchzunehmen, wurde der Geist übermächtig, und ich schilderte ihnen begeistert, was ich geträumt hatte.
Wir setzten die Lektionen fort. Ich hungerte nach der Erkenntnis, die das Buch Mormon enthielt. Viele, viele Nächte las ich, bis ich erschöpft war. Zweimal hielt ich das Buch einfach nur in den Händen und weinte, weil ich mich unwürdig fühlte, die darin enthaltenen kostbaren Wahrheiten zu lesen. Ich wußte, daß das, was ich las, wahr war, aber ich konnte mich immer noch nicht dazu entschließen, mein Leben zu ändern. Aber liebevoll gab der himmlische Vater mir weiter die Möglichkeit, mehr zu lernen.
Ich ging zum Beispiel gemeinsam mit Lorrie zu den Versammlungen und Aktivitäten der Kirche; ich hörte mir die Übertragung der Ansprache des Propheten während der Frauenkonferenz im Rahmen der Generalkonferenz der Kirche an; ich ging zu einer Fireside über das Buch ,Lehre und Bündnisse'; ich ging zu den Arbeitsstunden der FHV. Ich wurde sogar so sehr mit dem Buch Mormon vertraut, daß ich die Zitate wiedererkannte, die in Ansprachen oder in Veröffentlichungen der Kirche vorkamen.
So schloß ich langsam Freundschaft mit den Leuten, die ich in der Kirche kennenlernte, und entwickelte besonders eine enge Beziehung zu den Missionaren. Aber ich hatte auch Angst — Angst davor, mein „altes” Leben aufzugeben. Ich überlegte mir, daß ich den Kontakt zu den Mitgliedern abbrechen müsse, und zwar jetzt, ehe ich mich noch mehr an sie und an ihren Glauben gewöhnt hatte.
Als die sechste und letzte Lektion vorüber war, war ich sehr erleichtert. Jetzt konnte ich mein Leben fortsetzen und mußte nicht mehr über Themen nachdenken, mit denen ich mich im Grunde gar nicht beschäftigen wollte. Aber dann mußte ich an die Missionare und auch an die Mitglieder denken. Sie lebten Tag für Tag nach den Grundsätzen ihrer Religion. Wie schafften sie das bloß?
Die Antwort auf diese Frage fand ich im November, als ich zu einer Taufe eingeladen wurde. Es war eigentlich eine ganz gewöhnliche Taufe, bis Elder McAllister in das Taufbecken trat, um die Taufe zu vollziehen. Ich konnte einfach nicht aufhören zu weinen. Der Geist wirkte so stark auf mich ein, daß ich keinen Zweifel mehr daran hatte, welcher Kirche ich angehören mußte.
Zwei Wochen später luden mich die Missionare zu einer Weihnachtsfeier auf dem Tempelplatz in Salt Lake City ein. Während der Feier wurde mir auf einmal klar, daß ich nicht den Rest meines Lebens als Nichtmormonin verbringen konnte, die im Buch Mormon liest und daran glaubt, daß es das Wort Gottes ist, oder als Nichtmitglied, das daran glaubt, daß die Heiligen der Letzten Tage mehr als alle anderen Menschen ein christliches Leben führen. Als ich mich umsah, sagte die sanfte, leise Stimme zu mir: „Hier gehörst du hin. Schließ dich ihnen an.”
Am nächsten Tag nahm ich Kontakt mit den Missionaren auf. Ich sagte ihnen, daß ich gerne mein Taufdatum festlegen würde. Wenn ich doch nur die Freude in ihrer Stimme hätte festhalten können! Ich hoffe, daß ich mich immer daran erinnern werde.
Am 1. Dezember 1988 habe ich mich taufen lassen.
Ich bin den Missionaren, den Mitgliedern und auch Ihnen, Bruder und Schwester Heath dankbar, daß Sie mir Zeugnis gegeben und mir das Buch Mormon geschenkt haben. Präsident Ezra Taft Benson hat gesagt: „Ich sehe vor mir, wie die Erde mit dem Buch Mormon überflutet wird.” Danke, daß Sie die Flut in meine Richtung gelenkt haben. Ich bin nic'.t ertrunken, sondern emporgehoben worden. Jetzt bin ich lebendiger als je zuvor.

Ihre Schwester im Evangelium Randi Spurling
Randi Spurling, Juli 1990

8:22 PM - 13.5.2008


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