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Das Buch Mormon überzeugt

Sie sollen mir bloß die Haare schneiden

Es war ein heißer Sommertag vor langer Zeit. Ich saß da und hörte die Schere des Friseurs um meine Ohren klappern und war nur darauf bedacht, daß er endlich fertig wurde, damit ich gehen konnte. Nicht nur die Hitze machte mir zu schaffen. Mein Friseur war eine Art Missionar für die Mormonenkirche, ein „Pfahlmissionar”, was immer das sein mochte. Er hatte bei früheren Besuchen schon zu spüren bekommen, daß ich seine Kirche nicht mochte.
„Zu welcher Kirche gehören Sie noch?” Da kam wieder diese Frage, die mich in ein Gespräch über Religion verwickeln sollte. Instinktiv wußte ich, was auf mich zukam, und genauso instinktiv kam meine Antwort: „Sie sollen mir bloß die Haare schneiden und mir nicht predigen!”
Ich kannte die Mormonen schon lange; schließlich war ich in Salt Lake City geboren und aufgewachsen. Ich hatte in einem Gemeindehaus die Scouttreffen besucht. Meine besten Freunde waren Moyc monen. Aber irgendwie wagten sie es nicht, mir von ihrer Kirche zu erzählen. Ich glaube, es lag an meiner Einstellung. Als wir einmal darauf warteten, daß das Scouttreffen anfing, fragte ich meinen Freund, was das große Bild an der Wand darstellte. Seit Monaten hatte ich jede Woche dagesessen und es angeschaut. Er sagte, es sei ein Engel, der irgendwelchen Leuten die Platten mit dem Buch Mormon zeige.
Ein Engel! Wie konnte mein bester Freund an so etwas glauben? Ja, wie konnte überhaupt ein intelligenter Mensch an so etwas glauben? Aber es sollte noch Jahre dauern, bis ich meine erste wirkliche Auseinandersetzung mit der Mormonenkirche hatte.
Ich glaube, es war unausweichlich. Ich war abends bei Freunden zu Besuch, als zwei Frauen – Mormonenmissionarinnen – an die Tür klopften. Sie waren freundlich. Mir war unbehaglich zumute. Ich hatte fast das Gefühl, ich säße in der Falle. Aber ich beschloß, es ihnen möglichst schwer zu machen.
„Glauben Sie an die Bibel?” fragten sie als erstes.
„Natürlich”, erwiderte ich. Dabei wußte ich gar nicht so recht, woran ich eigentlich glaubte.
Dann lasen sie Apostelgeschichte 7:55,56 vor und versuchten zu erklären, daß die Gottheit aus drei verschiedenen Personen besteht. Anschließend erzählten sie die Geschichte von Joseph Smiths erster Vision. Ich wußte, daß es auf ihre Auslegung der Schriften eine Antwort geben mußte, und ich wußte auch, daß ich Hilfe brauchte, wenn ich sie finden wollte. Schließlich, so dachte ich mir, weiß jedermann, daß der Vater, der Sohn und der Heilige Geist nur Manifestationen ein und derselben Person sind. Hatten sie etwas dagegen, daß ich zu den Lektionen jemanden mitbrachte, der sich in der Bibel besser auskannte als ich? Die Missionarinnen versicherten mir, sie hätten nichts dagegen.
In der nächsten Woche kam ich mit einem Vetter an, der in meiner Religion aktiv war, und wurde in der sich anbahnenden Diskussion zum Zuschauer. Wenn ich unparteiisch gewesen wäre, hätte ich den Mormonenmissionarinnen den Sieg zugesprochen. Aber ich kam natürlich zu dem Schluß, daß mein Vetter sich einfach nicht gut genug auskannte. Ich mußte jemanden finden, der sich besser auskannte und mit ihnen fertig wurde.
Im Laufe der Woche sprach ich einen Freund an, der Theologie studierte und Priester werden wollte. Er konnte mir die nötige Unterstützung geben.
„Was kann ich zu Apostelgeschichte 7:55,56 sagen?” fragte ich, nachdem ich ihm meine Situation erklärt hatte. Zu meiner großen Überraschung erklärte er: „Es tut mir leid, ich kann dir nicht helfen. Ich sehe das mit der Gottheit ein bißchen anders als die meisten Mitglieder meiner Kirche.”
Meine nächste Informationsquelle war ein Geistlicher, der in meiner Nähe wohnte. Wir waren befreundet, und ich hatte mich schon oft mit ihm unterhalten. Seine Antwort zu Apostelgeschichte 7:55,56 konnte mich auch nicht zufriedenstellen: „Woher soll man wissen, was einer sieht, während er zu Tode gesteinigt wird?”
Ich beschloß, mich nicht mehr mit den Missionarinnen zu treffen. Ich hatte genug gehört. Als ich ihnen das sagte, schenkten sie mir noch ein Buch Mormon und meinten, sie könnten wohl nichts mehr tun, um mein Interesse an der Kirche zu wecken.
Ein paar Jahre später – ich wohnte in einer anderen Stadt – machten Missionare einen Besuch in der Nachbarwohnung. Ich war froh, daß sie nicht bei mir geklopft hatten, und beglückwünschte mich schon dazu, als es bei mir klopfte. Da standen sie, und noch ehe sie etwas sagen konnten, sagte ich ihnen, ich hätte kein Interesse, und schlug die Tür zu.
In den nächsten paar Jahren stieß ich überall auf Missionare. Sogar mein Friseur versuchte mir zu predigen! Verschiedene Missionare kamen mich besuchen, und weil ich mich dafür schämte, wie ich ein paar Jahre vorher die beiden behandelt hatte, die vor meiner Tür gestanden hatten, bat ich sie herein – allerdings unter der Bedingung, daß sie ihre Bücher im Auto ließen und mir nicht predigten. Mir war immer unbehaglich zumute, wenn sie kamen, und ich ließ keine Gespräche über Religion zu.
Wie sollte ich sie aber loswerden, ohne furchtbar unhöflich zu werden? Wie nur? Da kam mir eine Idee. Wieso eigentlich nicht? Es mußte doch ganz einfach sein. Ich brauchte bloß zu beweisen, daß sie unrecht hatten. Ich wollte ihnen zeigen, daß ihre Lehren falsch waren, und zwar anhand ihrer eigenen heiligen Schriften. Wenn sie das nächste Mal kamen, war ich bereit.
Wenn ich aber beweisen wollte, daß sie im Unrecht waren, mußte ich etwas über ihren Glauben wissen, und wie konnte ich darüber etwas in Erfahrung bringen? Ich hatte doch noch das Buch Mormon, das mir die beiden Missionarinnen vor Jahren geschenkt hatten! Ich hatte es wohl in irgendeine Schublade oder Kiste gelegt. Bald hatte ich es gefunden. Was stand darin – die Geschichte von Joseph Smith? Die Geschichte der Mormonen? Ich wußte es nicht. Aber eins wußte ich: wenn die Missionare das nächste Mal kamen, wollte ich bereit sein.
Ich nahm das Buch zur Arbeit mit, wo ich im Laufe des Tages etwas Zeit für mich hatte. Sobald ich konnte, schlug ich das Buch auf. Merkwürdig, es schien gar nicht von Joseph Smith zu handeln! Auf einer Seite ganz vorn sah ich interessante Punkte aufgelistet – die Bergpredigt auf dem amerikanischen Kontinent, Kolumbus, Jesus Christus in Amerika. Worauf ließ ich mich da ein?
Da ich in dem Buch nichts über Joseph Smiths Leben fand, nahm ich an einer Tankstelle, die einem Mormonen gehörte, ein paar Missionarsbroschüren mit. Ich wollte mehr über diesen Joseph Smith erfahren. Also las ich von seiner ersten Vision. Irgendwie kam es mir anders vor als das, woran ich mich noch erinnerte. Ich las etwas von einem Engel namens Moroni und von irgendwelchen goldenen Platten. Da wandte ich mich wieder dem Buch Mormon zu und las in meiner Freizeit darin.
Da geschah ganz allmählich etwas Merkwürdiges mit mir. Die Feindseligkeit schwand. Das Verlangen, den Missionaren zu beweisen, daß sie unrecht hatten, schwand desgleichen. An die Stelle der flüchtigen Neugierde nach dem ersten Aufschlagen des Buches trat das Verlangen, zu wissen. Was war diese merkwürdige Kraft, die mich buchstäblich zu fesseln schien und mich zum Buch Mormon hinzog? Was geschah da mit mir? Ich mußte es wissen.
Ich verbrachte jede freie Stunde damit, im Buch Mormon zu forschen. Und ich fand noch etwas anderes: die Verheißung eines Propheten namens Moroni – die kühne Erklärung, ich könnte erfahren, ob das Buch wahr sei, wenn ich Gott bat, es mir zu offenbaren. Als ich dann eines Tages allein war, kniete ich vor meinem Schöpfer nieder und fragte den himmlischen Vater mit dem Buch in der Hand, was mich da zu diesem Buch hinzog. Sofort – fast ehe ich aufgehört hatte zu beten – überflutete mich die Erinnerung an meine vergangenen Gewohnheiten und meine Feindseligkeit. Ich flehte um Vergebung – nie zuvor war mir meine elende Lage so bewußt geworden.
Die nächsten Tage verliefen ganz ähnlich – ich war von dem überwältigenden Verlangen erfüllt, mich ins Buch Mormon zu vertiefen. Dann geschah es. Es war an einem Donnerstagabend vor der Herbst-Generalkonferenz der Kirche. Ich kam von der Arbeit nach Hause, und in mir wurde ein Gefühl immer stärker, das ich nie zuvor erlebt hatte. Ich wußte nicht, was ich davon halten sollte. Es wurde immer intensiver, ein wunderbares Gefühl! Ich dachte: „Wenn es sich so anfühlt, wenn man im Himmel ist, dann wünschte ich, ich wäre neunundneunzig und müßte bald sterben.”
Dann wurde mir das Zeugnis zuteil – die Gewißheit, die die Missionare gehabt hatten und die mich in der Vergangenheit immer so verwirrt hatte. Ich wußte es! Joseph Smith hatte sich wirklich in der Gegenwart des Vaters und des Sohnes befunden. Ihm waren wirklich Engel erschienen. Ich wußte es. Ja, ich wußte es wirklich.
Die nächste Woche machte mir Spaß. Ich eilte zu meinem Friseur. „Schneiden Sie mir die Haare besonders gut. Ich will mich der Kirche anschließen.” Das verschlug ihm die Sprache. Als er sich gefaßt hatte, fragte er allen Ernstes: „Welcher Kirche?”
Dann unterhielt ich mich mit dem Friseur und erfuhr, daß er nach meiner Taufe mein Bischof sein werde. Zu unserer beider Überraschung und Freude stellten wir fest, daß wir uns schon einmal begegnet waren, nämlich zwei Jahre zuvor, als er Pfahlmissionar gewesen war und ein unhöflicher Mensch ihm die Tür vor der Nase zugeschlagen hatte. Jerry McKean, August 1991
Jerry McKean aus Ogden ist im Pfahl Washington Terrace, Utah, Pfahlmissionar.

9:35 PM - 13.5.2008


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