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Das Buch Mormon überzeugt

Mir war, als ob eine unsichtbare Macht mich den Text verstehen ließ

Eine Vietnamesin, die sich zur Kirche bekehrt hatte, verbarg sich viele Jahre in einer verlassenen Tierhöhle und träumte vom Tempel auf der anderen Seite des Meeres.

Vierzehn Jahre sind vergangen, seit die Zweige der Kirche in Vietnam aufgelöst wurden und ich den Versuch begann, mein geliebtes Heimatland zu verlassen.
Ich wurde am 27. Dezember 1923 in Hue geboren, der alten Königs- und Hauptstadt Vietnams. Dort wohnten wir in einem großen Palast, denn ich bin ein Nachkomme der vietnamesischen Königsfamilie. Meine Vorfahren haben ungefähr dreihundert Jahre in Vietnam geherrscht.
Mein Familienname Cong Ton Ni, ist eigentlich ein Adelstitel und bedeutet Komtesse. Mein Vorname Tuong-Vy heißt übersetzt Rose. Mein Vater, Huong-de, war der Ministerpräsident des letzten Königs, Bao Dai, der bis 1945 herrschte. Huong-de ist auch ein Titel. Wenn Sie einem Vietnamesen seinen oder meinen Namen zeigen, dann weiß er sofort, daß wir Nachkommen der Königsfamilie sind.
Als ich zwanzig Jahre alt war, schloß ich das Lyzeum in Hue ab. Ein paar Monate später heiratete ich Le-Van Luong, einen meiner Lehrer. Wir führten ein sehr schönes Leben; die Auswirkungen der Kriege berührten uns kaum. Ich blieb zu Hause und sorgte für unsere vier Töchter und zwei Söhne; mein Mann unterrichtete an der Schule. Wir hatten reichlich Geld und Hausangestellte, die uns bei der Arbeit halfen. 1950 zogen wir nach Saigon.
Leider ließen mein Mann und ich uns 1965 scheiden. Nach der Scheidung mußte ich arbeiten, und deshalb wurde ich Lehrerin. Dann arbeitete ich in einem Informations- und Reisebüro und gründete schließlich selbst ein solches Büro.
1967 kam Robert Lewis, ein Mitglied der Kirche, in mein Büro. Er wollte eine Broschüre der Kirche mit dem Titel „Das Zeugnis von Joseph Smith” übersetzen lassen. Ich brachte die Broschüre zu einem Übersetzer und gab die fertige Übersetzung dann an Bruder Lewis weiter. Er nahm sie mit zur Kirche und ließ die vietnamesischen Mitglieder darin lesen; aber der Text gefiel ihnen nicht: er sagte ihnen nichts.
Bruder Lewis brachte mir die Übersetzung zurück, und als der Übersetzer sagte, er könne die Übersetzung nicht weiter verbessern, versuchte ich es selbst. Ich sprach allerdings nicht sehr gut Englisch und wußte auch nicht recht, wie ich den Text übersetzen sollte. Ich nahm die Broschüre mit nach Hause und las die ganze Nacht darin. Während ich las, geschah etwas Eigenartiges. Mir war, als ob eine unsichtbare Macht mich den Text verstehen ließ. Der erste Übersetzer hatte Wort für Wort übersetzt; aber als ich schließlich einen Teil des Zeugnisses verstanden hatte, legte ich den Text beiseite und schrieb die Übersetzung mit meinen eigenen Worten nieder. Ich übersetzte gemäß den Gedanken und Empfindungen, die in mich einströmten. Damals wußte ich es noch nicht - ich übersetzte durch den Geist.
Ich gab Bruder Lewis die Übersetzung und sagte ihm, ich würde ihm sein Geld zurückerstatten, wenn sie ihm nicht gefiele. Die Mitglieder lasen die Übersetzung und verstanden sie. Sie sagten: „Diese Übersetzung vermittelt Gefühle - sie geht zu Herzen.”
Bruder Lewis sagte, er werde mir mehr Material zum Übersetzen bringen. Ich übersetzte also vier, fünf Broschüren, und alle wurden angenommen.
Bei der Übersetzungsarbeit begann ich, die Kirche und die Lehren des Evangeliums zu lieben. Ich bat Bruder Lewis, Missionare zu mir zu schicken. Er schickte zwei Amerikaner - Armeeangehörige. Sie belehrten mich drei Monate lang, dann ließ ich mich taufen. Le Phuc-Hung, mein ältester Sohn, ließ sich ein paar Monate später ebenfalls taufen.
Zu Beginn der siebziger Jahre wurde ich berufen, das Buch Mormon zu übersetzen. Ich fragte mich, wie ich das schaffen sollte, denn ich arbeitete ja noch immer im Informations- und Reisebüro. Im Büro war es laut, denn es lag an einer Hauptverkehrsstraße Saigons, und außerdem hatte ich viele Mitarbeiter zu beaufsichtigen. Ich hatte zwar ein großes Haus, aber dort wohnten auch meine sechs Kinder mit Familie. Ich konnte also weder im Büro noch zu Hause übersetzen. Darüber hinaus war ich in meinem Zweig FHV-Leiterin. Ich brauchte einen ruhigen Platz, wo ich nachdenken und studieren konnte. Deshalb fragte ich den himmlischen Vater: „Wo finde ich die Zeit und den Platz, das Buch Mormon zu übersetzen und trotzdem noch für meinen Lebensunterhalt zu sorgen?”
Kurz darauf kam mein Sohn Le Viet Hung eines Morgens zu mir; er war vor kurzem in die Armee eingetreten. Zu meiner großen Überraschung schenkte er mir 400.000 Piaster, die er gerade erst in einem von der Regierung ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen hatte. Daraufhin rief ich meine Kinder zusammen und sagte: „Ich schenke euch mein Haus und alles, was ich besitze. Ich werde meine Arbeit aufgeben und mit einem Teil des gewonnenen Geldes ein abgeschiedenes Stück Land kaufen.”
Meine Kinder waren einverstanden - das Haus war immerhin ungefähr sechs Millionen Piaster wert - und ich suchte und fand ein ruhiges Fleckchen ungefähr fünfzehn Kilometer von Saigon entfernt. Auf dem etwa einen Morgen großen Landstück baute ich mir eine Hütte und legte einen Garten an.
In meinem neuen Zuhause betete ich: „Wie soll ich übersetzen; mein Englisch ist doch nicht gut genug?” Ich konzentrierte mich nun ganz auf meine Studien. Ich las viele Bücher über das Leben des Erretters, und weil mein Französisch besser war als mein Englisch, las ich die französische Übersetzung des Buches Mormon. Ich las auch die englische Ausgabe viele Male. Wenn ich an einen Abschnitt kam, dessen Übersetzung mir Schwierigkeiten bereitete, träumte ich häufig davon und sah, welches meiner Bücher mir helfen konnte. Ich sann beim Übersetzen auch viel nach. Ich vergaß mich. Es war fast so, als ob mir jemand beim Schreiben half. Ich wußte, daß der himmlische Vater mich segnete, damit ich eine gute Übersetzung anfertigen konnte. Viele haben sie gelesen und gesagt, sie sei gut. Es dauerte zwei Jahre, bis ich die Arbeit abgeschlossen hatte. Nach dem Buch Mormon übersetzte ich das Buch ,Lehre und Bündnisse` und die Köstliche Perle. 1975 dann begann ich mit der Übersetzung weiterer Bücher, konnte sie aber nicht abschließen, weil die Nordvietnamesen in Südvietnam einmarschierten.
Cong Ton Nu Tuong-Vy, August 1990
Fortsetzung

9:53 PM - 13.5.2008


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