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Das Buch Mormon überzeugt

Wie ich erfahren habe, wer ich bin

Am nächsten Mittwoch", sagte die Lehrerin, „bringt ihr um Unterricht etwas mit, was symbolisch darstellt, wer ihr seid.” Ich war in der zehnten Klasse, und das war meine erste Englischaufgabe an der neuen Schule. Ach du meine Güte, dachte ich. Und wenn ich nicht weiß, wer ich bin?
Ich war gerade erst nach Seattle im Staat Washington umgezogen. Es war meine erste Woche an der neuen Schule. Weder die Lehrer noch meine Klassenkameraden kannten mich. Es war eine ausgezeichnete Gelegenheit, mich neu zu definieren — sowohl für mich selbst als auch für andere.
Wenn andere Menschen erfuhren, daß ich gerade aus Utah kam, fragten sie mich öfter, oh ich Mormone sei. Jedesmal antwortete ich etwas anderes: „Ich weiß nicht.” „Ich bin getauft, aber ich gehe nicht in die Kirche.” „Nein, aber ich sollte einer sein.”
Aus irgendeinem Grund fühlte ich mich Gort gegenüber verpflichtet, ein Heiliger der Letzten Tage zu sein. Das ergab keinen Sinn, weil ich gar nicht richtig an Gott glaubte. Trotzdem hatte ich im Herzen den Wunsch, ein Leben zu führen, das nicht bedeutungslos war. Ich wollte etwas Positives bewirken und wissen, daß mein Leben nicht umsonst war.
Meine älteste Schwester, Lark, war das einzige aktive Mitglied der Kirche in unserer Familie. Sie und ihr Mann, Tim, hatten mich eingeladen, in ihrer Gemeinde, die ganz in der Nähe war, mit ihnen die Versammlungen der Kirche zu besuchen. Sie wollten, daß ich mitging, und irgendwie wußte ich, daß ich mitgehen sollte. So entschloß ich mich mitzugehen.
So war mein Leben also irgendwie in der Schwebe, und ich war mir völlig unsicher darüber, was aus mir werden sollte. Und außerdem versuchte ich, einen Gegenstand zu finden, den ich in den Unterricht mitnehmen konnte und der wirklich ein Symbol für mich war.
Es erübrigt sich wohl zu sagen, daß mir am Montag immer noch nichts eingefallen war. Mir war auch noch nichts eingefallen, als meine Schwester mich am Dienstagabend zur gemeinsamen Aktivität der JM und JDin ihre Gemeinde mitnahm. Auf dem Weg zum Gemeindehaus machte sie verschiedene Vorschläge, aber keiner stellte mich zufrieden.
Das Programm für die Aktivität des Abends war geheimgehalten worden, deshalb blickte ich mich neugierig in der Mehrzweckhalle um. Auf den ersten Blick sah ich Tische, die anscheinend zum Abendessen gedeckt waren. Beim zweiten Blick sah ich, daß kein Essen auf den Tischen stand. Statt der Teller mit Essen lagen da etliche Exemplare des Buches Mormon. Statt des Bestecks lagen da Stifte zum Schreiben, statt der Servietten Papier. Ich setzte mich, denn dieses Rätsel hatte mich sehr neugierig gemacht.
Zwei Missionare waren die Hauptsprecher. Beide gaben Zeugnis davon, wie sie erfahren hatten, daß das Buch Mormon tatsächlich das Wort Gottes ist.
Als wir uns dann ein Video ansahen, das die Geschichte des Erscheinens Christi nach der Auferstehung hei den rechtschaffenen Nephiten und Lamaniten schilderte, kam ein unglaubliches Gefühl in mir auf. Die Art, wie Nephi die Situation beschreibt, war auch eine Beschreibung meiner Gefühle: „Und es war nicht eine rauhe Stimme, noch war es eine laute Stimme, doch ungeachtet dessen, daß es eine leise Stimme war, drang sie denen, die sie vernahmen, bis ins Innerste, so sehr, daß es an ihrem Körper keinen Teil gab, den sie nicht erbeben ließ; ja, sie drang ihnen bis in die Seele und ließ ihnen das Herz brennen.” (3 Nephi 11:3.) An jenem Abend drang mir das Zeugnis, daß das Buch Mormon wahr ist, ins Herz und prägte sich mir unauslöschlich ein.
Als Lark und Tini mich nach Hause fuhren, ging ich in Gedanken meine Hausaufgabenkontrolliste durch. Erste Stunde, Algebra, erledigt. Zweite Stunde. ... Sechste Stunde, Englisch — o weh! Was konnte ich mitnehmen, das ein Symbol für mich war?
Mit sanfter, leiser Stimme sagte der Geist: „Das Buch Mormon.” Sofort erkannte ich, daß ich diese Worte nicht mit den Ohren gehört hatte. Es war das erste Mal, daß ich den Geist mit solcher Deutlichkeit und Klarheit gehört hatte.
. „Großartig!” sagte ich laut und begeistert.
„Was?” fragte Lark und blickte über die Schulter nach hinten.
Voll Ehrfurcht erklärte ich: „Ich glaube, ich nehme das Buch Mormon zum Englischunterricht mit.”
Ein Lächeln breitete sich über ihr Gesicht aus, und sie sagte: „Das klingt großartig, aber es wird nicht einfach sein.”
Diese Feststellung dämpfte meine Begeisterung erheblich. Gab ich damit meine Beliebtheit und die Chance, an der Schule Freunde zu finden, auf? Lark spürte, daß ich zögerte, und schlug vor, daß ich darüber beten solle, bevor ich ins Bett ging.
Am Abend legte ich das Buch Mormon in meine Schultasche. Dann kniete ich nieder und betete: „Lieber himmlischer Vater, bist du sicher, daß du dies von mir erwartest?” Die Antwort, die ich wahrnahm, war ein sofortiges Ja, begleitet von der Bestätigung durch den Geist. „Hilfst Du mir?” fragte ich. Ein weiteres starkes, positives Gefühl beruhigte meine Nerven, und ich ging ins Bett.
Als der Englischunterricht in der sechsten Stunde näherrückte, wurde ich wieder unsicher. Die Lehrerin gab der Klasse Anweisungen. Jeder von uns sollte seinen Namen angeben und sagen, was sein Gegenstand war und warum er ein Symbol für ihn war. Die ersten beiden Punkte waren für mich kein Problem, aber aus irgendeinem Grund hatte ich über den dritten gar nicht nachgedacht. Ich wußte, was mein Gegenstand war, aber ich wußte nicht, warum er ein Symbol für mich war.
Als die Schüler aufgerufen wurden, sich zu melden, stand ein Mädchen aus der ersten Reihe auf und erzählte von ihrem Gegenstand. Bald war die Reihenfolge der Wortmeldungen ermittelt, und mir wurde klar, daß ich der letzte war.
Als ich dann an der Reihe war, ging ich langsam nach vorn. Ich hatte nichts aufgeschrieben und nicht einmal in groben Zügen überlegt, was ich sagen wollte. Ich fing an: „Ich heiße Derek Tucker, und dieses ist der Gegenstand, der ein Symbol für mich ist. Es ist das Buch Mormon.” Von diesem Zeitpunkt an, bis ich mit dem Sprechen fertig war, spürte ich, wie mir der Geist die Worte eingab. Bis heute bin ich mir nicht ganz sicher, was ich überhaupt gesagt habe.
Als ich fertig war, bereitete ich mich auf einen verbalen Angriff vor. Aber ich war erstaunt und dankbar, als Stille herrschte.
Was mich aber wirklich überraschte, war der Gesichtsausdruck meiner Mitschüler. Ungefähr ein Drittel hatte Tränen in den Augen. Andere zeigten keine Regung, während wieder andere nervös zur Seite blickten. Das Thema war zwar vielleicht nicht allen angenehm, aber es herrschte doch respektvolle Stimmung.
Ich wandte mich um und wollte an meinen Platz zurückgehen, da sah ich, daß meiner Lehrerin Tränen über das Gesicht liefen. Leise und zutiefst bewegt sagte sie: „Das ist ein starkes Zeugnis.” Ich war fassungslos; die Zeit blieb stehen, als ihre Worte mir ins Herz drangen. Ich sagte: „Danke”, und ging an meinen Platz zurück.
Ich hatte mein Vertrauen in den Herrn gesetzt, und er hatte mir  geholfen. Jetzt wußte ich, wer ich bin — ein wertvoller Sohn des himmlischen Vaters. Und ich wußte: wenn ich ihm diene, hat mein Leben seinen Sinn und Wert.
Derek Tucker, Juni 1995

10:03 PM - 13.5.2008


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