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Das Buch Mormon überzeugt

Das gerettete Buch

Im Oktober 1984 arbeitete ich als Kontrolleurin bei einer Papiermühle in Orani, Bataan, auf den Philippinen. Wie die meisten Papiermühlen verarbeitete auch die unsrige Altpapier. Eines Tages lag in einer Ladung Zeitschriften das Buch. Wer sind die Mormonen? Ich war neugierig und nahm das Buch mit in mein Büro und begann, darin zu lesen. Ich erfuhr von Joseph Smith und seiner Vision und akzeptierte bereitwillig, daß Gott sich einem Jungen offenbart harte. Den Abschnitt über die Priestertumshierarchie verstand ich nicht, aber der Abschnitt über die FHV gefiel mir gut. Ich las das Buch mehrmals durch.
Viele Monate lang suchte ich schon nach einem tieferen Lebenssinn. Ich war immer praktizierende Katholikin gewesen und hatte sogar mehrere Versammlungen besucht, um Franziskanerin zu werden. Trotzdem kam ich mir vor wie ein Stück Treibholz im Ozean.
Zwei Wochen darauf inspizierte ich Rohmaterial in einem der Lastwagen, da fiel mir ein blaues Buch auf. Es war das Buch Mormon! Ich fragte den Fahrer, ob ich es haben könne. Ich nahm es mit in mein Büro und las darin. Vorn standen die Schritte für das Beten. „Ich könnte doch versuchen, auf diese Art zu beten”, dachte ich mir. Außerdem war angegeben, wo etwas über das Erscheinen Christi in Amerika stand. Eifrig schlug ich diese Seiten auf. Da standen die Seligpreisungen und andere Lehren, die Jesus den Juden gebracht hatte. Waren diese Kapitel nicht aus dem Neuen Testament abgeschrieben?!  Da wurde mir klar, daß es doch derselbe Christus war. Natürlich hatte er ihnen die gleichen Lehren gegeben. Ich fragte mich, ob Jesus wohl auch auf den Philippinen gewesen war. Ich schlug 1. Nephi auf. Wer waren Lehi, Nephi und Laman?.’ Es waren sehr merkwürdige Namen. Ich hielt beide Bücher hoch in Ehren.
Ende November machte eine Freundin mich dann mit Karen Gerdes, einer Heiligen der Letzten Tage aus den Vereinigten Staaten, bekannt, die als ehrenamtliche Mitarbeiterin des Friedenscorps auf den Philippinen tätig war. Karen arbeitete in der Gegend um Pantalan Luma, die von einer Flutwelle heimgesucht worden war.
Karen hatte etwas an sich, was ich noch nie an einem Menschen erlebt hatte. Es lag nicht nur an ihren blauen Augen. Ihr Lächeln und ihre Ausstrahlung waren anders. Ich konnte ihre Aufrichtigkeit spüren. Sie strahlte Glück und Liebe aus.
Warum hatte sie wohl ihr komfortables Zuhause verlassen, um in einer armen Gegend in der schwülen Hitze und mit merkwürdigem Essen zu leben — und das ohne Bezahlung? Warum war ihr das wichtig? Waren alle Mormonen so wie sie?
Ein paar Monate nachdem ich Karen kennengelernt hatte, sagte ich zu ihr: „Ich schäme mich, weil ich doch eigentlich meinem Volk helfen müßte.”
Ich fragte sie, ob ich irgend etwas tun könne, um bei ihren Projekten mitzuhelfen. Damit begann unsere Freundschaft. Ich stellte ihr Fragen zum Thema Religion. Ich wußte, daß sie mich verstand, denn sie war auch Katholikin gewesen. Sie versuchte nicht, mich zu überreden, sondern beantwortete bloß meine Fragen und gab mir Broschüren von der Kirche.
Dann lud Karen mich im März 1985 zu einer Fireside ein. Auf der Fireside fiel mir ein Poster zur Taufe für die Verstorbenen auf. Das war mir neu. Ich lernte die dazugehörige Schriftstelle auswendig. Die Missionarinnen zeigten einen Stehbildfilm zum Thema Laufen und nicht müde sein. Ich akzeptierte das Wort der Weisheit an Ort und Stelle. Dann zeigten sie den Film Des Himmels Fenster. Ich hatte gar nicht gewußt, was es mit dem Zehnten auf sich hatte. Ich nahm mir vor, mit dem Zehntenzahlen anzufangen und Gott nicht zu betrügen.
Ich fing an, den Mitgliedern zu erklären,  wie ich den Zehnten sah: „Das ist so wie beim Fischen. Man verwendet einen Köder – der Zehnten und dann fängt man einen Fisch — die Segnungen.” Dann benutzte ich noch einen weiteren Vergleich: „Wenn man bei den Süßkartoffeln die Triebe stutzt, kommen mehr Triebe und deshalb auch mehr Süßkartoffeln.”
Aber es gefiel mir nicht, daß man mich als „Untersucherin° bezeichnete, und ich wollte mich auch nicht drängen lassen. Wenn die Mitglieder mich fragten, ob ich wolle, daß die Missionare mich zu Hause belehrten, sagte ich nein.  Aber ich lud die Missionarinnen für den darauffolgenden Samstag zum Essen ein. Sie kamen und zeigten Dias von einem Flüchtlingslager, wo sie arbeiteten, aber wir unterhielten uns nicht über Religion. Bevor sie gingen, gaben sie mir noch mehrere Broschüren, und ich versprach, sie zu lesen.
In der nächsten Woche besuchte ich meine Mutter in Manila. Ich fragte sie, wo ich einen Priester fände, der meine Fragen  beantworten könne. Sie schlug vor, ich solle zu dem Bibelunterricht gehen, zu dem mein Bruder und meine Schwester gingen. Ich ging hin und betete in meinem Herzen, daß ich in der Lage sein möge, meine Fragen zu stellen. Zu meiner Überraschung begann der Priester zu erklären, wie wichtig die Taufe sei. Ich verlor keine Zeit, sondern zeigte auf und fragte: „Hat es früher schon einmal die Taufe für Verstorbene gegeben, so wie es in 1 Korinther 15:29 steht?” Er las den Vers vor, blickte dann auf seine Uhr und beendete den Unterricht. Dann sagte er: „Ich unterhalte mich in meinem Büro mit Ihnen.” Er holte seine griechische Bibel und weitere Bücher und fing an, die Auferstehung zu erklären. Ich sagte: „Darum geht es doch gar nicht; ich glaube an die Auferstehung.” Nach zweistündiger Diskussion war ich immer noch nicht zufrieden. Er lieh mir zwei Bücher zum Lesen.
Am nächsten Tag stellte ich einem älteren Priester dieselbe Frage. Er erklärte mir, die Taufe für die Verstorbenen sei nicht mehr notwendig.
Am 1. April wurde die Papiermühle vorübergehend stillgelegt. Ich las die Broschüre Der Erlösungsplan, da spürte ich allmählich die Gewißheit, daß das, was ich da las, wahr ist. Der Heilige Geist gab mir Zeugnis und machte mir alles klar. Ich wußte, daß Joseph Smith ein Prophet war, daß die Kirche wahr ist. Ich weinte. Ich hatte etwas so Kostbares gefunden. Ich wollte es meinen Kollegen erzählen, aber sie hätten es nicht verstanden. Ich ging früher nach Hause und traf Karen bei mir zu Hause.
„Ich weiß,daß der Erlösungsplan wahr ist”, sagte ich ihr. „Und icb möchte mich taufen lassen.” Sie sorgte dafür, daß die Missionare mich belehrten.
Am nächsten Tag hatte ich meine erste Lektion mit Elder Johnson und Elder Barangan. Ich wünschte mir so sehr, mich taufen zu lassen, daß ich ganz früh am nächsten Morgen zu ihnen nach Hause ging. Als ich ihnen von meinem Wunsch erzählte, sagte Elder Johnson, um mich taufen lassen zu können, müsse ich das Wort der Weisheit befolgen und zur Kirche kommen. Ich antwortete: „Ich habe angefangen, das Wort der Weisheit zu befolgen, als ich den Stehbildfilm gesehen habe, und ich bin auch schon ein paarmal in der Kirche gewesen.’ Sie nahmen drei weitere Lektionen mit mir durch. Dann wurde ich am Ostersonntag, am 7.April 1985, getauft. Ich hatte das Gefühl, daß das der Augenblick war, auf den ich seit meiner Geburt gewartet hatte.
Der Tag war außerdem ein Fastsonntag. Ich fastete, gab in der Abendmahlsversammlung  Zeugnis und zahlte zum ersten Mal den Zehnten. Nachdem ich Zeugnis gegeben hatte, war ich noch fester davon überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ein Kreis hatte sich geschlossen – ich trieb nicht länger dahin, sondern hatte ein Ziel vor Augen. Ich weiß, daß der Geist mir Zeugnis gab.
Inzwischen bin ich auf Mission gewesen und war im Manila-Tempel als Tempelarbeiterin tätig.
Ich empfinde es als großen Segen, das Evangelium zu haben. Ich weiß, daß das Buch Mormon, das ich aus dem Abfall gerettet habe, mich gerettet hat.

Cristina Antonio, Oktober 1993

11:27 PM - 13.5.2008


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