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Das Buch Mormon überzeugt

Das Buch schien mir zuzurufen

Wer weiß, wie das Buch dorthin gelangt war? Es paßte so gar nicht in das Regal, und es schien ihr zuzurufen: Nimm mich mit, und lies mich!

Marilu Ramirez aus Torreon in Zacatecas in Mexiko war erst acht Jahre alt, als sie eine erstaunliche Entdeckung machte: Im Stand des Zeitungsverkäufers —irgendwo zwischen Zeitschriften und Fernsehzeitungen — lag ein Buch mit einem blauen Umschlag, auf dem ein goldener Engel zu sehen war, der in eine Trompete blies. Wer weiß, wie das Buch dorthin gelangt war? Es paßte so gar nicht in das Regal, und es schien ihr zuzurufen: Nimm mich mit und lies mich! Das Kind kaufte das Buch und nahm es mit nach Hause.
Ihre Mutter war der Meinung, dies sei nur ein weiteres der vielen eigenartigen Bücher über Religion, die ihre Tochter schon mit nach Hause gebracht hatte — sie bestrafte das Kind, weil es das Buch gekauft hatte und nun darin las. Die ganze Familie hielt Marilu für eigenartig — sie war zu sehr in sich gekehrt und zu sehr mit Gedanken über Gott und Religion beschäftigt. Keiner konnte sich erklären, warum Marilu nicht mit der Kirche zufrieden war, der alle angehörten. Warum gab sie ihre wenigen Pesos Taschengeld für Bücher und Broschüren über Religion aus und verschwendete dann noch ihre Zeit, indem sie darin las? Aber obwohl Marilu von ihrer Familie und ihren Freunden verspottet und unter Druck gesetzt wurde, ließ sie sich nicht davon abbringen.
Marilu merkte, daß das neue Buch mit dem goldenen Engel auf dem Umschlag anders war als alle anderen Bücher, die sie besaß. Dieses Buch rief ein eigenartiges, wundervolles Gefühl in ihr hervor, und schon ehe sie die erste Seite zu Ende gelesen hatte, mußte sie weinen. Mit jeder Seite wurde dieses Gefühl stärker. Sie erzählt: „Es war, als ob ein Kelch Tropfen um Tropfen gefüllt würde.” Woher stammte dieses Buch? „Ich dachte, es gehöre zu irgendeiner obskuren Religion oder stamme vielleicht aus Indien”, erzählt Marilu. „Ich wußte nicht, wie ich feststellen sollte, zu welcher Kirche es gehörte. Aber ich betete darum, daß ich das eines Tages herausfinden würde. Ich wußte damals schon, daß es wahr ist.” Die nächsten neun Jahre las Marilu eifrig in dem Buch und studierte es gründlich. Dann sah sie eines Tages — sie war mittlerweile siebzehn — im Bus zwei junge Männer mit weißen Hemden, die Bücher bei sich hatten. Marilu fragte sich, ob sie wohl etwas von ihrem Buch wußten. Aber bevor sie genug Mut gesammelt hatte, um sie zu fragen, waren sie schon ausgestiegen.
Einen Monat später sah sie zwei andere, ähnlich gekleidete junge Männer, und diesmal ließ sie die Gelegenheit nicht vorbeigehen. „Verkünden Sie das Evangelium?” fragte sie. Die beiden bejahten das. „Kennen Sie sich gut mit anderen Religionen aus”, wollte Marilu wissen.„Ich versuche nämlich eine Kirche zu finden, die nicht sehr verbreitet ist.” Und dann erzählte sie ihnen von ihrem Buch Mormon. Die Missionare sahen einander an und fingen an zu grinsen. „Wir sind Missionare der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, und wir würden Sie und Ihre Familie gerne belehren.” „Nein”, sagte Marilu. „Ich möchte nur wissen, ob Sie mir sagen können, in welcher Kirche das Buch Mormon verwandt wird.” Die Missionare fragten sich, ob Marilu sie auf den Arm nahm. „Wollen Sie wissen, wie man uns nennt?” fragte der eine. „Mormonen!” Als sie ihr dann ein Buch Mormon zeigten, glaubte sie ihnen - und bestand darauf, noch am selben Tag mehr über die Kirche zu erfahren.
Während des ersten Gesprächs am Abend unterbrach Marilu die beiden häufig - nicht mit Fragen, sondern mit Schriftstellen aus dem Buch Mormon, die sie schon auswendig kannte und die das untermauerten, was die Missionare ihr erklärten. Die Missionare waren erstaunt, daß sie sich in ihrem zerlesenen Buch Mormon so gut auskannte und so schnell die Schriftstellen fand, die sie suchte. So war es auch während des Gesprächs am folgenden Abend. Als die Missionare Marilu fragten, ob sie sich taufen lassen wolle, antwortete sie: „Ja, gleich morgen.” Ihre Eltern hatten nichts dagegen, und so ließ Marilu sich am nächsten Tag taufen. Das war der 22. August 1984. Und dann begann sie über ihren Wunsch zu sprechen, auf Mission zu gehen.
„Seit ich mit acht Jahren das Buch Mormon entdeckt hatte, hatte ich immer den Wunsch gehabt, anderen Menschen davon zu erzählen”, sagt Marilu. „Jetzt aber spürte ich, daß ich auf Mission gehen mußte.” Aber sie war erst siebzehn. Von nun an fragte sie ihren Bischof jedes Jahr an ihrem Geburtstag, ob sie endlich alt genug sei, um auf Mission berufen zu werden. Und jedes Jahr erklärte der Bischof ihr, sie müsse warten, bis sie einundzwanzig sei. Während der Zeit unterrichtete sie in der PV und in der Sonntagsschule und lernte noch mehr über das Evangelium. Und dann wurde sie endlich auf Mission berufen - genau an ihrem 21. Geburtstag. Schwester Marilu Ramirez hatte sich bereitgemacht. Weil sie eine ausgezeichnete Studentin war, unterrichtete sie schon vor ihrem Examen an der Grundschule. Das Geld, das sie dabei verdiente, wurde gespart. Als sie dann auf Mission berufen wurde, hatte sie genug Geld gespart, um ihre gesamte Mission zu finanzieren. Dann gab sie ihre Anstellung auf, und sie weiß nicht, ob sie nach ihrer Rückkehr eine neue findet.
Ihre Familie hielt sie für verrückt. Das Kind, das seine Zeit und sein Geld für religiöse Bücher verschwendet hatte, gab jetzt seine Anstellung auf und opferte seine gesamten Ersparnisse sowie achtzehn Monate seines Lebens. Aber wieder ließ sich Marilu nicht beeinflussen. Jetzt ist sie auf Mission. Sie betet für ihre Familie und schreibt jede Woche nach Hause. Am 24. Januar 1988 - ihre Gruppe wird bald die Missionarsschule in Mexiko-City verlassen und ihre Arbeit aufnehmen - steht Schwester Marilu Ramirez während einer Versammlung auf, um Zeugnis zu geben. Sie hat tiefschwarzes Haar, das sie nach hinten gekämmt und mit zwei blauen Spangenfestgesteckt hat. Das Haar reicht ihr fast bis an die Taille. Nun steht sie dort am Rednerpult, um ins Mikrofon zu sprechen. Sie ist sehr zierlich, und deshalb erwartet man, daß sie leise spricht. Aber ihre Stimme klingt kraftvoll, und ihr Zeugnis zeigt, daß sie eine reife Persönlichkeit ist. Bewegt sagt sie:„Ich mußte kämpfen, um hierher zu gelangen, und ich habe gelernt, daß ich ohne den Herrn nichts bin.  Aber ich habe seine unendliche Liebe gespürt, und ich weiß, in wen ich mein Vertrauen gesetzt habe.”
Am nächsten Tag lernt sie ihren neuen Missionspräsidenten und seine Assistenten kennen, und wieder gibt sie eindrucksvoll Zeugnis von der Liebe des Vaters: „Als ich vor ein paar Tagen zum erstenmal den Tempel betrat, spürte ich seinen Geist und war vonseiner Liebe überwältigt. Als ich betete, fragte ich ihn: ,Warum liebst du mich so sehr?’ Und da war mir, als hörte ich ihn antworten: ,Weißt du denn nicht, daß ich die ganze Welt liebe - alle meine Kinder. Ich möchte nicht, dass auch nur ein einziges verloren geht.’ Da fing ich an zu verstehen, wie sehr der Vater jeden einzelnen Menschen liebt.” Ihrer Stimme ist die Bewegung wieder anzuhören: „Ich weiß, daß der himmlische Vater und sein Sohn, Jesus Christus, leben und uns lieben. Ich empfinde es als große Ehre, eine Tochter Gottes zusein und ihm als Missionarin dienen zu dürfen.” Schwester Ramirez erklärt derzeit allen das Evangelium, die in das Besucherzentrum des Mexiko-City-Tempels kommen. Am Abend besuchen sie und ihre Mitarbeiterin Familien, die in der Nähe des Tempels wohnen, um ihnen zu Hause das Evangelium zu erklären.
Schwester Ramirez ist jetzt 21 Jahre alt, aber sie denkt noch genauso viel über Gott nach wie mit acht Jahren. Und ihr Kelch, der sich Tropfen um Tropfen gefüllt hat, während sie im Buch Mormon las, fließt jetzt über.
Marvin K. Gardner 

11:51 PM - 13.5.2008


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