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Das Buch Mormon überzeugt

„Es ist wahr!! Es ist das Wort Gottes!"

Nichts hat einen so großen Einfluß auf unser Familienleben und ist so kostbar für uns wie das, was uns zwei junge Frauen vor 28 Jahren brachten.
Wir wohnten in einer wunderschönen Kleinstadt in Texas. Das Leben war ruhig. Ich war sehr aktiv in meiner Kirche, sang im Chor, war Sonntagsschullehrerin und arbeitete in unseren Hilfsdiensten mit. Ich liebte die Mitglieder meiner Kirche und meine Nachbarn von Herzen. Wir hatten ein kleines Haus gekauft, und wir hatten vier liebe Kinder, das älteste zehn Jahre und das kleinste gerade ein paar Monate alt.
Vom Küchenfenster aus konnte ich bis zum Ende des Häuserblocks und über die Straße sehen, wo gerade ein Gebäude errichtet wurde. Ich wußte nicht, was es war, aber irgend etwas zog mich dort an, und jeden Tag, wenn ich das Geschirr spülte, blickte ich aus dem Fenster und sah zu, wie daran gebaut wurde. Unsere Nachbarn waren auch neugierig, und als wir erfuhren, daß es sich um ein Gemeindehaus der Mormonen handelte, waren wir bestürzt. Ich hatte nicht einmal gewußt, daß es bei uns überhaupt Mormonen gab.
Mehrere Monate vergingen. Die kleine Kirche an der Ecke war fertig. Sie war klein, aber geschmackvoll in rötlichem Stein angelegt. Ich sah nie Leute mit langen Röcken oder lustigen Hüten ein und aus gehen, wie ich es erwartet hatte. Ich war ziemlich enttäuscht, daß die Mitglieder genauso aussahen wie wir.
Eines Tages klopfte es an der Tür. Draußen standen zwei junge Damen, die adrett gekleidet waren. Ich bat sie herzlich herein und bot ihnen wie jeder gute Texaner gleich eine Tasse Kaffee an. Sie lehnten höflich ab, und wir begannen ein Gespräch über Gott den Vater und seinen Sohn Jesus Christus. Sie erzählten mir manches, was ich noch nie gehört hatte. Sie sagten, Gott habe einen Körper - einen wirklichen Körper aus Fleisch und Gebein - und sehe in etwa so aus wie wir. Man stelle sich das einmal vor! Gott, den ich so sehr liebte, sollte aussehen wie ein Mensch. Es kam mir fast gotteslästerlich vor. Ich weiß noch, daß ich, als ich sie an der Tür verabschiedete, zu mir sagte: „Sie sind großartige junge Damen, aber sie haben wirklich lustige Vorstellungen. Ihre Kirche hat sie sehr in die Irre geführt. Allerdings glauben sie das alles von ganzem Herzen.”
In der nächsten Woche klopfte es etwa um die gleiche Zeit wieder an der Tür. Es waren dieselben Damen. Ich bat sie herein und bot ihnen wieder Kaffee an, und wieder lehnten sie freundlich ab. Ein neues Gespräch. Ein neuer Abschied an der Tür. Diesmal hatten sie mir von einem lebenden Propheten erzählt. Laut hatte ich gesagt: „Es muß Ihnen sicher ein gutes Gefühl geben, daran zu glauben, daß Sie einen Propheten haben, der Sie führt.” Dem hatten sie zugestimmt. Bei mir dachte ich: „Wie schafft es diese Kirche, daß sie so stark an etwas glauben?”
Ein erneutes Zusammentreffen. „Wollen Sie wirklich keine Tasse Kaffee mittrinken?” Wieder ein höfliches „Nein, danke”. Zu meinem Erstaunen kam mein Mann ins Zimmer und hörte sich unsere Unterhaltung an.
Jede Woche kamen wir zusammen. Sie erzählten uns alles mögliche - von Nebukadnezzar, vom Stein, der sich ohne Zutun von Menschenhand von einem Berg löste, von Jeremias Prophezeiungen, von den beiden „Hölzern”, aus denen ein einziges Holz werden sollte. Ich hatte das alles schon gelesen. Ich liebte die Bibel - sie war mir lieb und teuer. Schon als Kind hatte ich sie geliebt. Ich las jeden Abend vor dem Schläfengehen ein Kapitel; deshalb war mir manches, wovon die jungen Frauen sprachen, vertraut. Doch jetzt bekam das alles auf einmal einen richtigen Sinn. Es war sehr spannend!
Inzwischen nahmen auch unsere Kinder an den Gesprächen teil, und an die Stelle der beiden Schwestern, die als erste an unsere Tür geklopft hatten, waren zwei neue Missionarinnen getreten. Ich legte das Baby immer in den Laufstall, und dann fingen wir an, die Missionarinnen mit einer Frage nach der anderen zu bombardieren. Wir erfuhren, daß die beiden Hölzer, von denen in der Prophezeiung die Rede ist, die Bibel und das Buch Mormon sind. „Können wir das Buch Mormon sehen? Wann? Wann kann ich es lesen? Bei unserem nächsten Gespräch?” Es wurde eine lange Woche — ich konnte es kaum abwarten.
In dieser langen Woche dachte ich immer wieder an das Buch Mormon und konnte es kaum erwarten, es in die Hand zu nehmen. Endlich kam der Tag, und ich hoffte von Herzen, daß sie das Buch Mormon nicht vergaßen. Ich meinte sogar, sie würden jetzt vielleicht endlich mit uns eine Tasse Kaffee trinken.
Während wir über das Buch Mormon sprachen, erzählten sie mir von einer großartigen Verheißung, die darin enthalten sei. Ja, wir wollten es ausprobieren. Wir wollten darüber beten.
Es bedurfte nur einiger Seiten im Buch Mormon, um mich zu überzeugen, daß es wahr war. Es ist wahr! Es ist das Wort Gottes! Und so nahm ich jeden Morgen um sechs Uhr meine Tasse Kaffee mit auf die Treppe hinter dem Haus und las in der kühlen Morgenluft, bis die Kinder aufwachten. Wie eindringlich die Worte waren! Wer könnte, nachdem er dieses Buch gelesen hatte, je leugnen, daß es Gottes Wort ist? Es ist wirklich Gottes Wort. Was für eine innere Spannung, Entdeckerfreude, Ehrfurcht, innere Wärme, was für ein Staunen.
Es blieben uns immer noch drei Lektionen, als wir plötzlich unterbrochen wurden. Unsere vierjährige Tochter Nancy wurde krank, und es bestand Verdacht auf Kinderlähmung. Ich unterrichtete immer noch eine Klasse in meiner Kirche, wohin ich gar nicht mehr gern ging, doch an jenem Morgen unterrichtete ich nicht meine Sonntagsschulklasse, sondern brachte Nancy statt dessen in fieberhafter Eile ins Krankenhaus am Ort, damit eine Rückenmarkspunktion gemacht werden konnte. Unser Verdacht bestätigte sich; sie hatte Kinderlähmung. Wir brachten sie nach Houston in die Kinderklinik, und ich packte mein Buch Mormon ein, weil ich wußte, daß viele Stunden des Wartens vor mir lagen. Irgendwie wußte ich, daß sie es gut überstehen würde.
Nach zwei Wochen wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen, und ich hatte schon viel in meinem neuen Buch gelesen.

Wieder begannen die Missionarslektionen. Bei der nächsten Unterhaltung erfuhr ich endlich, warum die Missionarinnen den angebotenen Kaffee immer abgelehnt hatten. Als sie mir erklärten, daß sie auf Kaffee, Tee, Alkohol und Tabak verzichteten, sank meine Stimmung. Ich dachte: „Als nächstes erzählen sie mir, daß sie nicht tanzen, nicht ins Kino gehen, sich nicht die Haare schneiden und dergleichen mehr.” Doch ich war bereit, alles aufzugeben, was sie wollten. Ich wußte bereits, daß das Evangelium wahr ist.
Wir waren fast am Ende der Lektionen angelangt, und sie legten uns den Erlösungsplan dar. Ich werde niemals die Freude schildern können, die ich empfand, als ich erfuhr, daß ich bei Gott gelebt hatte — daß er mich schon vor meiner Geburt gekannt und belehrt hatte. Sie meinen, er kennt mich wirklich? Mich? Der bloße Gedanke! Gott kennt mich! Mich! Ich war überglücklich. Ich weinte. Das war das Schönste, was ich je gehört hatte — daß ich bei Gott gewohnt hatte und daß er mich persönlich kannte. Jetzt konnte ich ihn mir leicht als gütigen Vater, als Gott mit Fleisch und Gebein vorstellen.
Als uns die Missionare vorgestellt wurden, war ich sehr aufgeregt. Die Missionarinnen hatten uns vom Priestertum erzählt, und ich war voll Ehrfurcht, als die Missionare kamen. Ich hatte größte Hochachtung vor jemand, der das Priestertum Gottes trug. Es war so neu für mich. Die Kinder schlossen sie sofort ins Herz.
Ja, wir ließen uns taufen. Wir hatten uns zum ersten Mal zum Beten niedergekniet und hatten, scheu und befangen, gemeinsam laut gebetet. Einfach und demütig fragten wir den himmlischen Vater, ob dies alles wahr sei, und empfingen als Antwort darauf die herzerwärmende Gewißheit, die nur der Heilige Geist schenken kann.
In den vielen Jahren seit unserer Taufe haben wir viel Freude erfahren, ja, und auch viel Kummer, vor allem beim Tod meines Mannes. Allerdings haben wir in unserer Familie die Geborgenheit des Priestertums gehabt, den Trost der Heimlehrer. Wir haben gelacht, gesungen, geweint; wir sind in den Tiefen der Verzweiflung versunken und haben uns zu den Höhen der Geistigkeit aufgeschwungen. Wir haben erfahren, wie schön es ist, im Tempel gesiegelt zu sein, was ewige Freundschaft bedeutet, wie stark die eiserne Stange ist, wenn alles völlig hoffnungslos scheint. Wir haben bei Wohlfahrtsprojekten in Texas mitgeholfen, Erdnußbutter zu machen, und in Provo in Utah, wo wir jetzt mit unserem neuen Ehemann und Vater leben, auf Rübenfeldern Unkraut gejätet und Erbsen eingemacht.
Vor allem sind wir zutiefst dankbar, daß wir Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sind und daß die Missionare dies möglich gemacht haben. Jetzt haben wir unseren Sohn David als Missionar ausgesandt, in der Hoffnung, er möge wiederum aufgeschlossene Menschen finden und ihnen die Freude und das Glück bringen, das die Missionare uns gebracht haben.
Geraldine Pigott Golding, April 1986

9:21 PM - 18.5.2008


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