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Das Buch Mormon überzeugt

Erfahrungen

Als ich im September nach 10 Wochen Urlaub wieder zum Studium nach Berlin kam, fragte mich meine Wirtin, ob ich abends nicht einmal Zeit hätte, denn Missionare ihrer Kirche möchten gerneeinen Film vorführen. Um die Missionare nicht zu enttäuschen und um zu zeigen, daß ich gewillt bin, sie anzuhören, richtete ich es so ein, daß ich zwei Stunden Zeit für sie hatte.
Der Film war sehr nett, und wir unterhielten uns noch eine Zeit. Darauf verabschiedete ich mich von ihnen und ging zurück in mein Zimmer. Eine Weile machte ich mir noch Gedanken darüber, dann schob ich es aber beiseite, denn ich hatte genügend Probleme und viel Arbeit.
Aber es vergingen nur wenige Tage und die Missionare standen wieder vor der Tür, mit einem Buch Mormon für mich. In der Zwischenzeit habe ich abends dann den „Stern” gelesen und andere Hefte und Bücher über die Kirche. Ich wußte doch gar nichts von den Mormonen und hatte mich nun so informiert. Nach der Unterhaltung war es meine Aufgabe, das Buch Mormon bis zu Seite 50 durchzulesen. Und gleich nach dem ersten Treffen wurde ich am Mittwoch zur GFV mitgenommen. Von diesem Tag an war ich regelmäßig dabei. Bei der GFV lernte ich schnell nette Leute kennen. Sonntags ging ich dann zu den Versammlungen, und auch die Diskussionen wurden weitergeführt.
Und dann kam das HLT-Seminar. Ich wollte es nicht mitmachen, weil ich keine Zeit hatte. Daraufhin sagte der Missionar:„Gehe nur mal hin und höre es dir an, dann kannst du dich entscheiden.” Gesagt, getan. Gleich bekam ich die Einführung in die Hand gedrückt mit der Aufforderung, sie nächste Woche ausgefüllt mitzubringen. Gleich folgte die 1.Lehreinheit. Nun gab es kein Zurück mehr.
Ich merkte dann auch, daß es mir eine Hilfe war für die weiteren Diskussionen mit den Missionaren. Dann,im November, wurde ich getauft. Der Tauftag war mein schönstes Erlebnis. Die Mitglieder haben mich so freundlich und lieb in ihre Gemeinschaft aufgenommen.Verschiedene Studienkameradinnen habe
ich zu meiner Taufe eingeladen. Am Montag in den Unterrichtsfächern ging es dann los mit Sticheleien. „Na, wie fühlt man sich als Mormonin unter so vielen Sündern?”„Darf ich dir auch eine Zigarette anbieten?” „Möchtest du lieber Kaffee oderTee?” „Tee mit Rum, das wärmt dich schön auf.” Es war für mich die schrecklichste und schlimmste Zeit. Mit den Sticheleien wurde es allmählich etwas besser, denn wir mußten uns alle auf eine Zwischenprüfung vorbereiten, und es ist dann im Sande verlaufen, daß ich Mormonin bin.
Am Prüfungstag aber ging es gleich frühmorgens los. „Da kommt eine seelenruhig mitstrahlendem Gesicht, als ob nichts wäre, und wir rauchen da eine nach der andern und wissen bald kaum noch, was wir tun sollen.” „Ach ja, die hat wieder gebetet, sie hat einen Begleiter.” „Wie kann man sich nur solchen Phantasien anhängen.” Auch ich konnte inzwischen meine Scherze machen, denn ich nahm sie schon lange nicht mehr ernst.
Als wir nach 8 Stunden aus der Prüfung herauskamen, rief mich eine beiseite. Gerade diejenige, die am meisten spottete. Sie sagte zu mir: „Ich habe seit langem meine Hände wieder gefaltet zu einem Gebet, als ich nicht mehr weiter wußte. Ich sah dich eifrig über deinen Arbeiten sitzen. Da dachte ich mir, ist gar nicht so dumm von dir zu beten. Ich hatte auf einmal ein gutes und sicheres Gefühl bekommen.” Ich freute mich, daß sie den ersten Schritt getan hatte. Aber meine Freude war zu früh. Schon am nächsten Tag fing sie erst recht an zu spotten.
Das HLT-Seminar war mir meine größte Stütze. Ich richtete es mir immer so ein, daß ich es einmal frühmorgens, einmal nachmittags zwischen meinen anderen schriftlichen Arbeiten machte, und abends las ich Bücher von der Kirche, um meine letzten Gedanken vor dem Schlafen dem Herrn zu schenken. Oft ist auch das Buch Mormon oder das Seminar in einer Tasche, für die Zwischenpausen. Diese kleinen Prüfungen haben mich stark gemacht. Ich möchte sagen, fast ehrfurchtsvoll fragen mich meine Kameradinnen nach dem Wochenende, nach der GFV und dem Seminar. Trotz allem was sie zu mir gesagt hatten, waren sie stets willkommen in meinem Zimmer, und immer konnten sie mit meiner Hilfe rechnen.
Ich glaube, daß ich so reichlich gesegnet wurde und daß das eine gewisse Ausstrahlung mit sich bringt. Auch das tägliche Lesen in den Schriften ist wichtig. Es brauchen nicht unbedingt die heiligen Schriften sein. Es gibt so viele, die über das Evangelium berichten. Bei mir war es das Buch, das ich zur Taufe bekommen habe.„Ein wunderbares und seltsames Werk”, das Buch Mormon, das Seminar. Man kann alles im täglichen Leben verwenden. Ich kann mir das fast gar nicht mehr wegdenken.
Vor kurzem war im Seminar ein Test dabei, den man einmal durchführen sollte. Der Auftrag lautete: Einen Tag lang von morgens bis abends Menschen freundlich anzulächeln, hilfsbereit zu sein, und was sonst alles dazugehört. Ich nahm mir vor, es zu tun. Als ich morgens um 6.30 Uhr aus dem Hause ging, fing mein Experiment an. Von 7 bis 8 Uhr war ich Schwimmen, ich dachte, hier würde ich mein größtes Resultat erjagen. Ich lächelte alle an, achtete viel mehr als sonst auf meine Mitmenschen. Überall wo ich Menschen traf, war ich höflich, hilfsbereit und zuvorkommend, mehr als ich es sonst bin. Als ich am Abend mein Endergebnis niederschrieb, war ich sehrenttäuscht, denn es war nicht besonders. Es lag, so glaube ich, auch am Wetter. Es regnete nämlich den ganzen Tag.
Vor kurzem traf ich ein paar alte Kameraden wieder. Sie hatten in der Zwischenzeit erfahren, daß ich zu den Mormonen gehöre. „Na, du Marmeltier, was macht dein Joe Smith?” Und so spotteten sie weiter. Lange habe ich ihnen geduldig geantwortet, bis es mir zu bunt wurde. Ich bin aufgestanden und gegangen. Sie riefen mir wohl hinterher, ich bin aber stur meinen Weg gegangen. Nach zwei Tagen entschuldigte sich einer. Ich antwortete ihm, daß ich ihm schon an Ort und Stelle verziehen habe, denn er wußte nicht, was er getan hätte.
Aber täglich muß ich erfahren, wie der Satan überall seine Arme hat und sich überall einmischt. Ich bin mir auch bewußt, was ich als Heilige der Letzten Tage zu tun habe. Mein Wunsch und Wille ist, dem Herrn immer zu dienen. Durch mein Beispiel möchte ich vielen Menschen das Evangelium bringen. Mein erstes Ziel ist, daß ich meiner Familie, Freunden und Verwandten zu Hause das Evangelium bringen möchte. Ich möchte damit auch erreichen, daß andere Seminarteilnehmer und überhaupt alle sich ein Ziel setzen und daran arbeiten. Voraussetzung sind natürlich die Lernmittel aus dem Seminar. Das Seminar ist ein guter Grundstein. Ich weiß es aus Erfahrung, und es wird noch eine harte Zeit werden, wenn ich zu Hause bin. Ich weiß, mein Glaube und meine Standfestigkeit werden geprüft, und für solche Prüfungen muß man gut vorbereitet sein.
Ich danke dem Herrn, daß er mich zur richtigen Kirche gebracht hat. Ich danke ihm auch für die lieben Geschwister, die ich kennen- und liebengelernt habe, die mir geholfen haben, stark zu werden, und danke ihnen auch für ihr Vertrauen, das sie mir gegeben haben.
Irene Schaum, September 1972

4:38 AM - 17.6.2008


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