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Das Buch Mormon überzeugt

Conchas Neugeburt

Gandia ist eine Kleinstadt im Süden Spaniens und liegt eingebettet an einer Bucht des Mittelmeers. Die Stadt bietet ein malerisches Bild mit ihren Orangenplantagen, Fischerbooten und Souvenirgeschäften. Ich wurde im Dezember 1993 als Vollzeitmissionarin in der Spanien-Mission Barcelona dorthin versetzt.
Einige Monate später – es war kurz vor Ostern – sah ich mit Begeisterung, wie in Gandia der Frühling erwachte. Die Wolken hoben sich, der Himmel wurde heller, und die Straßen füllten sich mit Frauen, die zum Markt gingen und unterwegs ein Schwätzchen hielten. An den Festtagen spielten mehrere Kapellen; Paraden fanden statt, und in der kleinen Kirche gab es eine besondere Messe. In der Abenddämmerung war die Luft schwer vom Duft der Orangenblüten.
Meine Mitarbeiterin und ich hatten uns mit einer Schwester des Zweigs Gandia angefreundet, die Doris Kessler hieß. Eines Tages sagte sie lächelnd zu uns: „Ich habe meiner Nachbarin, Concha, ein Buch Mormon geschenkt, und sie möchte Sie beide gerne kennenlernen.”
Wir machten einen Termin aus und gingen sie dann besuchen. Als wir klopften, rief uns eine schwache Stimme hinein. Die kleinen Zimmer waren dunkel; Fenster und Fensterläden waren fest geschlossen, damit das bißchen Wärme, das ein kleiner Gasofen verbreitete, ja nicht entweichen konnte. Das Licht einer Schwanenhals-Lampe fiel auf das Gesicht einer Frau, die Schmerzen hatte und vor Kälte zitterte.
Vor vielen Jahren war  Concha schwer gestürzt und hatte sich beide Beine gebrochen. Die Ärzte hatten die Gelenkknochen mit Schrauben stabilisiert, aber Concha war noch mehrmals gestürzt und konnte nun gar nicht mehr aufstehen. „Wenn Sie noch einmal stürzen”, hatten die Ärzte sie gewarnt, „dann müssen wir amputieren.” Deshalb blieb Concha also im Bett, wenn man von gelegentlichen Einkäufen im Lebensmittelgeschäft absieht, das sich im Erdgeschosses des Hauses befand, wo sie wohnte. Sie wurde immer mutloser, während sie an Gewicht zunahm, aber immer schwächer wurde.
Wie die meisten Spanier war auch Concha Femenia Marti von Geburt an Katholikin. Doch als sie erwachsen war, fing sie an, sich auch mit anderen Religionen zu beschäftigen. Sie hatte das Buch Mormon von Schwester Kessler begeistert angenommen, und nun fingen meine Mitarbeiterin und ich an, ihr die Lehren des Evangeliums Jesu Christi zu erklären. Das Licht durchdrang buchstäblich die Finsternis in ihrer kleinen Wohnung, als unsere Worte ihr Herz anrührten. Sie entspannte sich, und ihre Augen fingen an zu leuchten.
Concha studierte in der heiligen Schrift, betete demütig und inbrünstig und nahm Wahrheit um Wahrheit an. Ein Bruder aus dem Zweigerklärte sich bereit, sie Sonntagsmorgens abzuholen, damit sie zur Kirche kommen konnte. Sie nahm die Taufaufforderung an und fing an, in einem kleinen Plastikbehälter Münzen zu sammeln, damit sie zum Tempel fahren konnte.
Leider hatte der Bruder, der versprochen hatte, sie abzuholen, am Sonntag vor ihrer Taufe so viel anderes zu erledigen, daß er sie ganz vergaß. Wir suchten schnell jemanden mit einem Auto, der sie abholen konnte, aber er kam nicht weit. Auf dem Parkplatz stand keuchend und schwitzend Concha. Sie stützte sich schwer auf ihre Krücken. Als wir auf sie zuliefen, um sie zu begrüßen, fing sie an zu lächeln. „Mir war klar, daß etwas passiert sein mußte”, sagte sie. „Aber ich wollte so gerne an den Segnungen des Evangeliums teilhaben, daß ich mich von nichts abhalten lassen wollte!” Sie war nicht die einzige, die an diesem Tag davon profitierte, daß sie gekommen war. Als die Mitglieder Zeugnis gaben, sprachen viele darüber, wie dankbar sie dafür waren, daß Concha sich bekehrt und dem Herrn geweiht hatte. Auch sie weihten sich ihm nun wieder aufs neue.
Drei Monate nach ihrer Taufe wurde Concha als FHV Leiterin bestätigt. Noch immer bereitet sie sich auf die Reise zum Tempel vor und gibt so oft wie möglich Zeugnis.
Wenn ich an den Frühling, an das Sühnopfer Jesu Christi und an den neuen Anfang denke, dann muß ich auch immer an Concha denken und daran, wie sie eines Tages auf dem Bürgersteig stand und das Zeugnis in ihren strahlenden Augen zu sehen war. Ich weiß auch noch, wie sie später aussah, nämlich an dem Tag, als sie voller Freude aus dem Wasser der Taufe hervorkam, nachdem sie an dem heiligen Symbol der Neugeburt teilgehabt hatte.
Hillary Hüfner, April 1999

8:58 PM - 13.5.2008


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