Weblog Simpleblog kostenlos selbermachen!


Das Buch Mormon überzeugt

Meine Bekehrung

Mein Vater war mir in meiner Kindheit ein großes Vorbild. Er war einer der ehrlichsten und ehrenhaftesten Menschen, die ich kennengelernt habe — absolut rechtschaffen im Umgang mit seinen Mitmenschen. Ich bin überzeugt, er wäre 10 Meilen zu Fuß gegangen, um eine Schuld von zehn Cents zu begleichen. Wenn er sein Wort gab, war kein schriftlicher Vertrag notwendig. Er war der Meinung, daß dies der einzig ehrbare Weg sei zu leben. Ich muß aber als Kind ein sichtbares, äußeres Zeichen gewünscht haben, denn ich war verwirrt. Wenn mein Vater religiös ist, so dachte ich, warum geht er dann nicht zur Kirche? Wenn er Gott braucht, warum sehe ich ihn nicht beten? Manchmal erschien es mir auch, daß er in seiner Handlungsweise etwas inkonsequent war. Eines Tages erwischte er mich beispielsweise beim Rauchen, und er verabreichte mir deswegen eine ordentliche Tracht Prügel. Er musste aber dazu erst seine eigene Pfeife weglegen.
Erst als ich in die Kriegsmarine eintrat, besuchte ich regelmäßig die Kirche. Jeden Sonntagabend besuchte ich von da an den Gottesdienst. Auch las ich mehrere Bücher über Religion und machte mir viele Gedanken darüber.
Die gleichen Widersprüche, die mir zu Hause aufgefallen waren, machten sich auch in meinem Leben bemerkbar, nämlich der Unterschied zwischen dem, was ich sagte, und dem, was ich tatsächlich tat. Ich bemerkte diese Diskrepanz auch in den Kirchen, deren Lehren ich studierte. Ihre Lehren stimmten in vielen Punkten nicht mit der Schrift überein. Viele meiner Fragen blieben deshalb unbeantwortet.
„Wenn es sich nicht erklären läßt, dann mußt du es irgendwie glauben”, sagte mir einmal ein Geistlicher. „Der Glaube fordert von dir nicht, etwas zu tun, der Glaube überläßt Gott alles. Glaube nur.” Dieser schien mir niemals richtig zu sein.
Eines Tages — ich hielt mich gerade im Bahnhof von St. Louis auf —machte ich in der Militärkantine die Bekanntschaft eines Geistlichen. Er bat mich, in ein kleines Zimmer zu kommen, um mit mir etwas reden zukönnen. Er fragte mich, ob ich einer Kirche angehöre. Ich erwiderte, daß dies nicht der Fall sei. Er erzählte mir dann, daß ich in meiner Laufbahn als Soldat zweifelsohne in Gesellschaft geraten würde, die nicht die beste für mich sei, daß ich Mädchen kennenlernen und meine Freunde mich zu überzeugen versuchen würden, daß es dumm sei, aus dieser Situation keinen Vorteil zu ziehen. Der Geistliche erklärte mir aber dann, daß es nicht dumm sei, rein zu bleiben, sondern daß es sehr weise sei. Ferner würde es unter den Soldaten viele geben, die der Meinung seien, das Leben Jesu Christi sei sinnlos und ein Zeichen von Schwäche gewesen. Dem sei aber nicht so. Er sagte, daß ein reines Leben etwas sehr Wertvolles sei und daß ich, wenn ich einmal heiraten würde — und das würde ich ja sicherlich eines Tages —, ebenso rein und tugendhaft sein sollte, wie ich es von meiner Braut erwarten würde. Ein reines Leben zu führen, das mag schwer sein, es würde sich aber lohnen. Ich würde daraus die Kraft und den Mut gewinnen können, den fordernden Situationen meiner Militärzeit erfolgreich zu begegnen. Dann sagte er noch, daß es besser für mich sei, jetzt gleich eine Entscheidung zu treffen, solange ich alles noch aus einer objektiven Perspektive betrachten könne.
Die Begegnung mit diesem Manne machte einen großen Eindruck auf mich. Ich wußte, daß das, was er mir gesagt hatte, wahr war, aber damals war mir noch nicht klar, daß ich die Entscheidung getroffen hatte, seinen Ratschlag zu befolgen. Danach geriet ich in viele moralisch gefährliche Situationen, aber irgendwie kam ich unbeschadet heraus. Es war, als ob mich jemand beschützte.
Der Wunsch, die Wahrheit zu kennen, wurde immer größer, als ich nachdachte und betete und eine Kirche nach der anderen besuchte. In allen Kirchen vermißte ich etwas.
1947 wurde ich aus der Marine entlassen und kehrte in meine Heimat in Missouri zurück. Dort heiratete ich dann das hübsche dunkelhaarige Mädchen, das ich vier Jahre vorher kennengelernt und dem ich kurze Zeitlang den Hof gemacht habe. Ich erinnere mich noch gut daran, als ich sie das erste Mal gesehen habe. Sie ging gerade die Straße hinunter.Ich war 18 und sie 14 Jahre alt. Ich sah sie und wußte sofort, daß wir füreinander bestimmt seien. Ich sprach sie an, und wir lernten uns kennen. Später erzählte ich ihr, daß sie vier Jahre Zeit habe, um heranzuwachsen, weil ich zur Marine gehe, aber zurückkommen würde, um sie zu heiraten.
Nach vier Jahren löste ich mein Versprechen ein. Ich kehrte nach Hausezurück, warb um mein Mädchen, und fünf Monate später heirateten wir. Als wir verheiratet waren, lasen wir gemeinsam in der Bibel und diskutierten über sie. Nach der Geburt unserer ersten beiden Kinder wurde ich mit andern Marinefliegern einberufen, um in Korea eingesetzt zu werden. Zuerst kam ich nach San Diego in Kalifornien zu einer Fliegerstaffel.
Anschließend ging ich zu einer 13wöchigen Spezialausbildung nach Hawaii. Meine Familie ließ ich in San Diego zurück.
Nur kurze Zeit danach wurde meine Frau, die inzwischen eine Wohnung gemietet hatte, von Mormonenmissionaren aufgesucht. Sie diskutierten mit ihr über viele Fragen, die uns beide schon lange bewegt hatten. So war meine Frau sehr interessiert.
In einem ihrer Briefe an mich erwähnte sie, daß sie von zwei jungen Männern aufgesucht worden sei, die ihr viele Fragen über Religion gestellt hätten, auf die sie anscheinend alle Antworten wüßten. Nun, das machte mich ein wenig ärgerlich. Warum suchen zwei junge Männer in meiner Abwesenheit meine Frau auf, auch wenn sie von einer Kirche kommen? Das gefiel mir nicht, und zwar besonders deswegen, weil sie angeblich alle die Fragen zu beantworten wußten, die mich mein ganzes Leben lang bewegt hatten.
Als ich von Hawaii zurückkam, erzählte mir meine Frau am ersten Abend die Erlebnisse Joseph Smith! Als sie mir sagte, daß er Visionen gehabt und Offenbarungen empfangen habe, erschien mir das so lächerlich, daß ich ihr ins Gesicht lachte. Dies traf meine Frau so, daß sie zu weinen begann. Da erkannte ich, wieviel ihr dies bedeutete. Es tat mir leid, und so sagte ich zu ihr: „Das Wenigste, was ich tun kann, ist, etwas von dem zu lesen, was sie dir gegeben haben.”
Bald darauf begann ich damit, das Buch Mormon zu lesen, bis ich schließlich wußte, daß ich das gefunden, wonach ich gesucht hatte.
Ich erinnere mich noch daran, daß ich damals, als ich das 1. Buch Nephi im Buch Mormon las, zu mir selbst sagte: „Lieber Gott, laß dies wahr sein; bitte, laß dies die Wahrheit sein, denn wenn es das ist, dann beantwortet es alle Fragen, auf die ich schon mein ganzes Leben langeine Antwort suche.” Ich hatte noch nicht einmal das 2. Buch Nephi beendet, als ich wußte, daß es wahr war.
Viele Jahre lang hatte ich gebetet: „Lieber Gott, bitte zeig mir die Wahrheit. Bitte, führe mich zur Wahrheit.”
Ich hatte die Wahrheit an vielen Orten gesucht. Hier waren nun zwei junge Männer, die mir die Wahrheit mitten in mein Wohnzimmer brachten. Und obwohl sie sehr jung waren, brachten sie eine große Kraft mit sich:die Wahrheit und Gott. Ich konnte nicht gegen das, was sie brachten, sprechen.
Ich besuchte nur einige Male die Kirche, bevor ich nach Korea abreisen mußte. Als ich am 31. Dezember 1951 an Bord des Schiffes ging, nahm ich eine Kombination (Buch Mormon, ,Lehre und Bündnisse' und die KöstlichePerle) und das Buch „Die Glaubensartikel” von James E. Talmage mit. Während des ersten Monats auf See las ich „Die Glaubensartikel”. Eines Abends im Februar hörte ich über die Lautsprecheranlage, daß ein HLT-Gottesdienst um 19.30 Uhr in der Bibliothek abgehalten werden würde. Zum genannten Zeitpunkt ging ich zur Bibliothek, wo ich vier junge Männer vorfand, die so ähnlich aussahen wie die beiden jungen Männer, die an unserer Wohnungstür in San Diego geklopft hatten. Ich sagte ihnen, daß ich zwar kein Mitglied der Kirche sei, aber daß ich interessiert sei, mehr zu erfahren. Sie hießen mich begeistert willkommen.
Als wir in der zweiten Februarhälfte 1952 in Japan ankamen, meinten die anderen, daß ich für die Taufe bereit sei. So begleiteten sie mich zum Büro der Japanischen Mission, wo ich eine Unterredung hatte und einen Empfehlungsschein für die Taufe erhielt. Am 25. Februar 1952 wurde ich im Garten hinter dem Missionsgebäude 7000 Meilen von meinem Zuhause in Missouri getauft. Später wurde ich dann konfirmiert und als Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bestätigt. Meine Frau wurde vier Tage später in San Diego getauft. Unsere Suche war somit zu Ende.
Wieder einmal hat der Herr zu seinem Wort gestanden: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan'.”
Hartmann Rector, Januar 1974

9:15 PM - 13.5.2008


Letzte Seite Nächste Seite
Beschreibung
hier poste ich Artikel alter Kirchenzeitschriften, in denen sich die Menschen zum Buch Mormon äußern
Startseite
Profil
Archiv

Links
Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
Mormonwiki
FairWiki
FAIR
Jesus
mehr zum Buch Mormon
Bekehrungsgeschichten
besondere Erlebnisse
HLTs in aller Welt
Pioniere
Joseph Smith
Missionsarbeit
Offenbarungen
Der Geist des Elija
Die Gebote
Gedenke des Sabbats
Gesetz der Keuschheit
der Zehnte
Wort der Weisheit
Recent Entries
Letzte Einträge
- Das Buch Mormon hat mich lesen gelehrt
- Das Zimmer
- Das Buch Mormon ist ein Bekehrer der Seelen
- Häuptling Tahachee — ein bekehrter Indianer verteidigt das Buch Mormon
- Bekanntes Forscher-Ehepaar schließt sich der Kirche an — fand Angaben des Buches Mormon bestätigt
- Erfahrungen
- „Genau danach habe ich gesucht”
- Ich habe die Schlacht gewonnen
- Ihr habt das Buch Mormon nicht genug verwendet
- Gebet um Gebet, Seite um Seite
- Die Verheißung des Propheten hat sich erfüllt
- Mein Glaube ist gewachsen
- Bob Cowan -- Der Augenblick, der sein Leben veränderte
- Ich habe Gottes Güte entdeckt
- Alles fing mit einer Broschüre an
- Mein Mann wartet auf mich
- Der Einfluß eines Buches
- Bring sie, und ich werde sie lesen
- „Es ist wahr!! Es ist das Wort Gottes!"
- Bestätigung des Buches Mormon
- Meinem Fuß eine Leuchte
- Das Buch, das mich am meisten beeindruckt hat
- Mein Leben hat sich von Grund auf verändert
- Die ganze Familie
- Das Buch Mormon, mein liebster Begleiter
- Mein Gebet wurde erhört
- In Wahrheit Gottes Wort
- Ich wußte, das Buch Mormon ist wahr
- Mit anderen Menschen über das Buch Mormon sprechen
- Ich habe den Autor wiedererkannt
- „Was, wenn das Buch Mormon wirklich wahr ist?”
- Mein erstes Buch in itialienischer Sprache
- Das Buch schien mir zuzurufen
- Ein Buch für Evelne
- Ich konnte ncht glauben, daß er ein Prophet gewesen sein sollte
- Laßt mich das Buch sehen
- „Wirf das Buch nicht weg!”
- Das Buch verbrennen
- Das Buch in meinem Schrank
- Das gerettete Buch
- Aus einem Interview mit Elder Angel Abrea
- In meiner Flugtasche ist noch Platz
- Meine Mssionarin gehörte gar nicht der Kirche an
- Inosis Buch
- Reicht die Bibel nicht?
- Ich fragte, er antwortete
- Parley P. Pratt
- Die Wahrheit selbst herausfinden
- Die Verheißung des Propheten hat sich erfüllt
- Wie ich erfahren habe, wer ich bin
- Am Ende stellte sich heraus --- es ist doch wahr
- Mir war, als ob eine unsichtbare Macht mich den Text verstehen ließ
- Weitere drei Zeungisse darüber, dass das Evangelium wahr ist, dass die Kriche Jesu Christi wahr ist
- Die Antwort finden
- Sie sollen mir bloß die Haare schneiden
- Nach einem Interwiew mit Elder Sam K. Shimabukuru von den Siebzigern
- Einander die Heilige Schrift vorlesen
- Meine Bekehrung
- Der Herr hat mir Frieden zugesprochen
- Conchas Neugeburt
- Sie sagte mir, in der heutigen Zeit gebe es Propheten
- Ich hab das wahre Priestertum gefunden
- Meine Freude war übergroß
- David
- Das Buch Mormon hat mein Leben verändert
- Danke für das Buch Mormon
- Das Buch Mormon überzeugt



hosted by simpleblog.org