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Das Buch Mormon überzeugt

Am Ende stellte sich heraus --- es ist doch wahr

Na gut, ich bin bereit, mir anzuhören, was Sie zu sagen haben", ließ ich die jungen Missionare wissen, die mich gefragt hatten, ob sie mich in meiner Wohnung in Mexiko-Stadt besuchen dürften. „Aber nur so als Gedankenaustausch. Ich weiß nämlich genau, was ich glaube und was nicht, und ich möchte auf keinen Fall Mitglied Ihrer Kirche werden.” Ich hatte die Missionare bei Familie Flores kennengelernt, die mich zu einem ihrer Familienabende eingeladen hatten. Ich hätte vorher nie gedacht, daß ich den Missionaren am Ende des Abends gestatten würde, mich zu Hause zu besuchen. Na ja, es ist ja nur für eine Stunde, redete ich mir ein. Anschließend vergesse ich die ganze Angelegenheit gleich wieder.
In der nächsten Woche, pünktlich zur vereinbarten Zeit, klopfte es bei mir an der Tür. Wenigstens sind sie pünktlich, dachte ich, und öffnete. Ich sah in zwei junge Gesichter, in denen sich die große Erwartung spiegelte, anfangen zu können.
Zuerst ging ich in Verteidigungsbereitschaft, weil ich befürchtete, sie könnten meinen Glauben angreifen. Aber statt dessen erzählten sie mir vom himmlischen Vater, dessen Körper ähnlich aussieht wie meiner, von seinem Sohn, der für mich gestorben und wieder auferstanden ist, und vom Heiligen Geist, der mit mir Verbindung aufnehmen kann. Das hörte sich alles ganz logisch an. Dann erzählten sie mir, daß Jesus Christus auf dem amerikanischen Kontinent erschienen und daß dieses Ereignis schriftlich festgehalten worden sei, nämlich im Buch Mormon.
,Wenn sie glauben, daß ich ihnen ihr Büchlein abkaufe, dann haben sie sich aber geirrt', dachte ich bei mir. Zu meiner großen Überraschung erklärten sie mir aber, daß schon jemand anderes das Buch Mormon für mich gekauft hatte und daß ich nichts weiter tun mußte, als darin zu lesen. Aus dem Grund nahm ich es dann auch an, obwohl ich der Meinung war, daß Gottes Wort nur in der Bibel zu finden ist.
Als die Missionare das nächste Mal kamen, fragten sie mich, oh ich mich taufen lassen wolle. „Ich hin schon getauft”, entgegnete ich. „Ich bin schon als Baby getauft worden, und das reicht für mein ganzes Leben.” Die Missionare erklärten mir, daß die Taufe durch Untertauchen vollzogen werden muß und zur Sündenergebung bestimmt ist und daß ein Kind erst mit acht Jahren getauft werden kann, wenn es nämlich alt genug ist, um die Verantwortung für sein Verhalten zu übernehmen. Natürlich wußte ich, daß ich bei meiner Taufe ohne Sünde gewesen war und daß man mich auch nicht untergetaucht hatte. Deshalb beschloß ich, mich ausführlicher mit dem Glauben der Missionare zu beschäftigen.
Ich begann, ihre Kirche zu besuchen, ging aber jedesmal vor Ende der Versammlungen, um den Gottesdienst meiner eigenen Kirche zu besuchen.
Mir fiel auf, daß mir die Mitglieder der Kirche bei der Begrüßung freundlich zulächelten und mir das Gefühl gaben, als würden sie mich schon lange kennen. ,Sie wollen mich ja bloß bekehren', dachte ich. ,Die Atmosphäre hier ist ja ganz nett, und der Unterricht ist auch nicht langweilig, aber das ist es auch schon.'
Obwohl ich nicht im Buch Mormon las, ließ ich es zu, daß mich die Missionare weiter unterrichteten. Ich hörte von einem Jungen namens Joseph Smith, der im Jahre 1820 Gott Vater und seinen Sohn Jesus Christus gesehen hatte. In dem Augenblick hatte ein neues Zeitalter begonnen – die Wahrheit, die verlorengegangen war, erhellte nun wieder die Welt. Konnte das überhaupt wahr sein? Die Missionare erklärten mir, daß es nur eine einzige Möglichkeit gab, das herauszufinden, und zwar mußte ich dazu beten. Sie zeigten mir, wie man ein einfaches Gebet spricht, und sie sagten, Gott werde mir antworten, wenn ich ihn nur mit aufrichtigem Glauben darum bäte. Für kurze Zeit wurde mir ganz warm ums Herz aber dann bekam ich Angst. Was, wenn er mir wirklich antworten würde? Was, wenn das, was die Missionare mir erklärten, wirklich wahr war?
Als die Missionare mich das nächste Mal besuchten, erklärten sie mir, daß wir vor unserer Geburt alle beim himmlischen Vater gelebt haben, und zwar in der Geisterwelt. (Konnte es eine solche Welt überhaupt geben, fragte ich mich.) Anschließend waren wir auf die Erde gekommen, um einen Körper zu erhalten und zu lernen, wie man zwischen Gut und Böse unterscheidet. Wer sich für das Gute entscheidet, beginnt wie Gott zu werden. ,Ist das nicht Gotteslästerung?', überlegte ich. ,Wie kann jemand wie Gott werden, der doch vollkommen ist?' Die Missionare erklärten mir auch, dass ich auf meinen Körper achtgeben solle. Sie fragten mich, ob ich bereit sei, daß Wort der Weisheit und das Gesetz der Keuschheit zu befolgen. Zu meinem eigenen Erstaunen hörte ich mich sagen, daß ich danach leben wolle, auch wenn ich nicht an ihre Kirche glaubte.
‚Jetzt ist es aber endgültig zu viel', dachte ich, als sie mir während der fünften Lektion vom Zehnten, vom Gesetz des Fastens und von der Spende für die Armen erzählten. Warum sollte ich anderen helfen, wo ich doch selbst Hilfe brauchte? Aber die Missionare erklärten mir, daß es für die Mitglieder der Kirche ein Vorrecht ist, den Zehnten und das Fastopfer zu zahlen. „Der Herr schenkt Ihnen zehn Äpfel und verlangt nur einen von Ihnen zurück”, erklärten sie mir. „So großzügig ist er uns gegenüber.”
,Na gut', dachte ich, ,wenn er mir zehn Äpfel gibt und einen davon zurückverlangt, dann soll er mir doch gleich nur neun Äpfel geben!' Ich hatte ja schon immer mit finanziellen Problemen zu kämpfen gehabt. Konnte das vielleicht daran liegen, daß ich dein Herrn gegenüber unfair war?
Während der letzten Lektion faßten die Missionare alles, was sie mich gelehrt hatten zusammen und erklärten mir die Mission der Kirche Jesu Christi. Dann kamen sie auch wieder auf die Taufe zu sprechen, und ich nahm mir erneut vor, daß ich mich von ihnen nicht zur Taufe überreden lassen würde. Dann fing ich an, mich heftig mit ihnen zu streiten. Der Abend endete damit, daß ich ihnen versicherte, daß sie in allem Unrecht hätten. Die Missionare hörten mir traurig zu und versuchten dann, meine Aussagen mit Schriftstellen zu widerlegen. Aber ich weigerte mich, ihnen zuzuhören, und forderte sie auf zu gehen.
Endlich war ich die Missionare Ios! Sie waren ja eigentlich ganz nett gewesen, aber in ihrer Eigenschaft als Missionare der Kirche wollte ich nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Aber warum fühlte ich mich dann innerlich so leer?
Eines Sonntagnachmittags – es war etwa sechs Wochen später – kamen die Missionare wieder. Diesmal meinte einer, ich würde es bestimmt nicht schaffen, das Buch Mormon innerhalb einer Woche durchzulesen. Dadurch fühlte ich mich herausgefordert. Glaubte er wirklich, ich würde es nicht schaffen, sein Büchlein zu lesen.? Ich konnte es sogar noch viel schneller schaffen! Deshalb war ich auch einverstanden, als die Missionare vorschlugen, daß wir drei am folgenden Dienstag fasten sollten, damit ich eine Entscheidung bezüglich des Buches Mormon treffen konnte.
Als ich am Abend begann, im Buch Mormon zu lesen, merkte ich, daß ich es gar nicht mehr aus der Hand legen mochte, obwohl ich ursprünglich so gezögert hatte. Ich las und las, ohne an Schlaf zu denken, bis drei Uhr morgens. Am nächsten Tag mußte ich arbeiten, aber in jeder freien Minute las ich im Buch Mormon. Und als ich am Nachmittag nach Hause kam, setzte ich mich gleich wieder zum Lesen hin, denn ich fühlte mich vom Buch Mormon wie von einem Magneten angezogen.
Am Abend besuchte ich Familie Flores, die mich mit den Missionaren bekannt gemacht hatte, und erzählte, daß ich mich mit dem Gedanken trug, mich taufen zu lassen. Bruder Flores stellte mir ein paar Fragen, um festzustellen, ob ich es auch wirklich ernst meinte. Das versicherte ich ihm. sagten sie, daß sie am nächsten Tag mit mir und den Missionaren fasten wollten. Als ich wieder zu Hause war, las ich erneut bis in die frühen Morgenstunden.
Am Dienstagmorgen begannen wir alle zu fasten. Ich hatte den ganzen Tag über gute Laune und spürte weder Hunger noch Durst. Am Nachmittag las ich dann eine Schriftstelle, die mich völlig aufrüttelt:: „Denn nach diesem Tag des Lebens, der uns gegeben ist, damit wir uns auf die Ewigkeit vorbereiten, ... kommt die Nacht der Finsternis, in der keine Arbeit verrichtet werden kann.” (Alma 34:33.) Ich kniete nieder und fragte den himmlischen Vater, ob die Kirche, mit der ich mich beschäftigte, wahr sei und ob ich mich ihr anschließen solle. Als ich auf die Antwort horchte, wußte ich schon tief im Innern, daß diese Kirche wirklich die Kirche Jesu Christi ist und daß ich nicht länger warten durfte. Als ich das Fasten am Abend beendet hatte, ließ ich die Missionare wissen, daß ich mich entschlossen hatte, mich taufen zu lassen. Sie strahlten vor Freude.
Ich las weiterhin Tag und Nacht im Buch Mormon, bis ich es nach sechseinhalb Tagen endlich durchgelesen hatte. Ich hatte es geschafft! Ich hatte den Missionaren bewiesen, daß ich es konnte! Nun war mir aber auch klar, daß ich das Buch Mormon nie wieder als „Büchlein” bezeichnen würde, denn für mich war es jetzt ein erhabenes Buch, nämlich ein weiterer Zeuge für Jesus Christus. Und obwohl der Satan versuchte, mir Steine in den Weg zu legen, ließ ich mich am 19. Februar 1990 taufen und wurde damit ein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.
Am Ende hat sich also doch herausgestellt, daß das Buch Mormon wahr ist! Gott liebt uns so sehr, daß er den Errettungsplan für uns erdacht und seinen einziggezeugten Sohn zum Opfer für uns hingab, damit wir in seine Gegenwart zurückkehren können. Joseph Smith hat den Vater und den Sohn gesehen und ist von Gott erwählt worden, die Wahrheit wiederherzustellen. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage besitzt die Vollmacht Gottes, alle heiligen Handlungen zu vollziehen und alle Bündnisse anzubieten, die wir brauchen, um eine Wohnung im celestialen Reich zu erhalten - vorausgesetzt, wir sind dem Glauben treu und halten unsere Bündnisse.
Jeden Abend danke ich Gott dafür, daß ich Familie Flores und die Missionare kennenlernen durfte. Sie alle waren Werkzeuge in der Hand des Herrn, damit ich sein kostbares Evangelium finden und annehmen konnte.
Von Maya Merceses Perez Roman, Okt 1994

9:59 PM - 13.5.2008


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