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Das Buch Mormon überzeugt

Inosis Buch

Er wollte das Buch nicht. Aber als er es las, begann für seine Familie ein neues Leben.

„Wenn du die Missionare nicht magst, sag es ihnen doch einfach”, bat Maryann Naga ihren Mann Inosi. „Sie sind auch nur Menschen. Triff nicht mit ihnen Verabredungen, die du dann nicht einhältst.”
Die erste Begegnung Inosis mit Missionaren der Kirche lag fast ein Jahr zurück, und beinahe die ganze Zeit hatte Maryann den Missionaren gegenüber seine Abwesenheit entschuldigt, wenn er nicht zu den vereinbarten Terminen erschienen war. Aber ihre Bitten bewirkten nichts. Er schaffte es einfach nicht, in taktvoller Weise nein zu sagen.
Inosi Naga war persönlicher Sekretär des Landwirtschaftsministers von Fidschi; er hatte die Missionare eines Tages während seiner Mittagspause in den Straßen von Nausori getroffen. Er wollte das Buch, das sie ihm anboten, nicht annehmen, aber sie blieben so hartnäckig, daß er schließlich doch nachgab. „Es ist ein goldenes Buch”, sagten sie. Als die Missionare versuchten, mit ihm einen Termin zu vereinbaren, wich er aus, indem er behauptete, er wohne weit weg, wo er doch ganz in der Nähe wohnte, und im Büro sei er zu beschäftigt. Dann stellte er die beiden seinem Schwager vor, der gerade wie gerufen vorüberging, und machte sich rasch davon.
Zwei Wochen darauf erschrak Inosi, als die beiden Missionare an seiner Tür standen. Sein Schwager hatte ihnen die Adresse gegeben. Er lud sie zum Abendessen ein, dachte aber bei sich: „Geht fort, geht fort!”
Von da an kamen die Missionare regelmäßig. Wenn Inosi wußte, daß sie einen Besuch vorhatten, kam er abends nicht nach Hause, bis er wußte,daß sie gegangen waren.
Rückblickend stellt er fest, daß sich seine Einstellung im April 1974 änderte, als seine Frau Maryann einen Jungen zur Welt brachte, der nur einen Tag lang lebte. Der Verlust dieses Kindes ließ ihn eingehend über Gott und Religion nachdenken. Als dann in der zweiten Juniwoche zwei neue Missionare zu den Nagas kamen, war er bereit, ihnen zuzuhören, und als einer der beiden hörte, daß die Familie schon ein Jahr lang mit Missionaren Kontakt hatte, forderte er sie auf, sich taufen zu lassen.
Inosi willigte ein.
Maryann traute ihren Ohren nicht. „Ich fürchtete schon, das sei wieder einer seiner typischen ,Termine”‘, erinnert sie sich. „Aber als ich ihn direkt darauf ansprach, sah ich ihm an, dass er es ehrlich meinte.“
Maryann war überglücklich. „Ich wußte, damit würde für unsere Familie alles anders werden”, sagte sie.
Die Missionare belehrten die Familie in dieser Woche täglich, und das Ehepaar wurde am 14. Juni 1974 getauft.
Bald nachdem sich die Nagas der Kirche angeschlossen hatten, wurden sie vom Zweigpräsidenten ermuntert, sich für den Tempel bereitzumachen.„Jedesmal, wenn er vom Tempel redete, hatte er Tränen in den Augen”, erinnert sich Bruder Naga. „Und jedesmal, wenn ich das sah, sagte ich mir: Es muß wahr sein. Sein Zeugnis dringt mir ins Herz.”
Maryann und Inosi nahmen die Aufforderung ernst. Sie hatten allerdings keine Ersparnisse — wie sollten sie sich also die Reise leisten können? Das Ehepaar kam zu dem Schluß, daß die Familie künftig auf Rindfleisch, Kakao und milo (ein Malzgetränk) verzichten könne. Statt dessen würden sie bele (ein spinatähnliches Gemüse) und Dosenfisch essen und Zitronenblättertee trinken. Das so Ersparte würden sie für die Tempelreise verwenden. Als sie ihren vier kleinen Töchtern von dem Plan erzählten, waren diese sofort begeistert. „Sie erinnerten uns ständig an unser Vorhaben”, erzählt Bruder Naga.
Ungefähr um diese Zeit übersiedelte die Familie nach Suva. Da sie in Nausori in einer möblierten Wohnung gelebt hatten, besaßen sie nun keine Möbel für ihr neues Zuhause. Sie schliefen und aßen auf Matten auf dem Fußboden. Einige Freunde und Angehörige machten sich sogar darüber lustig. „Sie dachten, als Beamter müsse ich mir etwas leisten können“, sagt Bruder Naga, „aber wir sparten ja für die Reise zum Tempel.”
Im Oktober 1976 boten die Leiter des Bildungswesens der Kirche Insoi eine Stelle als Koordinator des Seminarprogramms in Fidschi an. Er zögerte, dieses Angebot anzunehmen, bis Joseph Sokia, der Leiter des Bildungswesens der Kirche in Fidji ihm sagte: „Wenn du die Stelle annimmst, hast du die Möglichkeit, das Leben unserer jungen Menschen zu verändern”
Davon war Inosi berührt. Er erinnerte sich, daß der Pfahlpräsident ihn einmal in einer Unterredung gefragt hatte, ob er nötigenfalls bereit wäre, einmal hauptberuflich für die Kirche zu arbeiten. Inosi hatte damals bejaht. Jetzt war es an der Zeit, diese Zusage einzulösen.
Es war nicht leicht, nach zwölf Jahren einen Regierungsposten aufzugeben. Inosi Naga verlor seinen Pensionsanspruch, diverse Begünstigungen und die Möglichkeit, Dienstreisen ins Ausland zu machen. „Aber mir war klar, ich mußte gehen”, sagt er heute. Einigen seiner Verwandten und manchen Leuten aus seinem Dorf war sein Entschluß unbegreiflich. Sie waren immer stolz auf seine Karriere gewesen und sagten ihm, er mache einen Fehler. Aber Maryann stand zu ihm. „Wo auch immer du hingehst, wir gehen mit”, sagte sie.
Als Inosi seine Stelle kündigte, ließ er sich seinen Urlaubsanspruch auszahlen, statt die Urlaubstage zu nehmen. Da er in seiner neuen Tätigkeit viel würde reisen müssen, gab auch Maryann ihre Stelle auf und ließ sich ebenfalls ihren Urlaubsanspruch auszahlen. Zusammen mit diesem Geld hatten sie nun genug erspart, um mit der ganzen Familie zum Tempel zu reisen.
„Als wir ins Flugzeug stiegen”, berichtet Bruder Naga, „hatte ich 120 neuseeländische Dollar in der Tasche – mehr besaßen wir nicht. Wir wußten nicht, wie wir zwei Wochen lang unsere Ausgaben in Neuseeland bestreiten würden.”
Aber Mitglieder der Kirche holten die Nagas am Flughafen ab, brachten sie bei sich zu Hause unter und versorgten sie mit Essen und einer Fahrgelegenheit.
„Als wir vom Tempel zurückkamen, segnete uns der Herr”, erzählt Bruder Naga. „Wir konnten nicht nur Möbel kaufen, sondern uns auch einen Anbau an unser Haus leisten.” Am 12. Juni 1983 gründete Elder Howard W. Hunter den Suva-Fidji-Pfahlund berief Inosi Naga als ersten Pfahlpräsidenten. „Ich wußte nicht, was ich sagen sollte, denn ich glaube, daß es viel besser geeignete Männer gab”, sagt Bruder Naga, „aber ich bin dankbar, daß ich meinen Brüdern und Schwestern auf dieser Insel dienen konnte. Ich empfinde es als einen großen Vorzug.”
Kurz danach wurde Bruder Naga als Stellvertretender Gebietsleiter des Bildungswesens der Kirche in Betracht gezogen. Als er ablehnte, weil er sich nicht ausreichend qualifiziert fühlte, widersprach ihm sein Vorgesetzter. Robert Perrington: „Ich bin die ganze Nacht wachgesessen und habe darüber nachgedacht”, sagte er. „Um vier Uhr morgens wurde mir deutlich Ihr Name eingegeben.”
Präsident Naga fuhr nach Hause, um sich mit seiner Frau zu beraten. Nachdem die beiden eine Weile gebetet hatten, sagte Maryann: „Geh hin und sag Bruder Perrington, daß du die Aufgabe annimmst, wenn die Führer der Kirche dich dafür haben wollen.”
Präsident Naga hat seine Aufgaben erfüllt und ist dafür gesegnet worden. „Wenn der Herr einen für eine Aufgabe beruft”, sagt er,„bereitet er einem auch einen Weg, sie zu erfüllen.”
Heute, neun Jahre danach, leitet Inosi Naga das Bildungswesen der Kirche in Fidschi, Neukaledonien, Vanuatu und Tuvalu. Erst kürzlich wurde er als Pfahlpräsident entlassen und dient nun als Öffentlichkeitsbeauftragter der Kirche für Fidschi. Maryann ist Gemeinde-PV-Leiterin, und die sechs Kinder der Familie – Ana), Emily,Keresi, Vilimaina , Leua und Inosi – erfahren in ihrer Jugend, was für eine Kraft die Familie aus dem Evangelium schöpfen kann.
In den wenigen Jahren, seit Inosi Naga von den Missionaren das Buch erhalten hat, hat sich sein Leben und das Leben seiner Familie für alle Ewigkeit verändert. Die Missionare hatten recht gehabt: Es ist eingoldenes Buch.
Shirleen Meek Saunders, November 1992

11:05 PM - 13.5.2008


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