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Das Buch Mormon überzeugt

„Was, wenn das Buch Mormon wirklich wahr ist?”

Ich weiß nicht mehr genau, wie ich es formuliert habe, als ich meinem Bischof mitteilte, ich würde nicht auf Mission gehen. Aber ich kann mich noch gut an sein enttäuschtes Gesicht und die Frage erinnern, die er mir daraufhin stellte: „Wissen deine Eltern, daß du dich dazu entschlossen hast?”
Natürlich wußten sie es nicht; ich hatte noch mit niemanden über meine Entscheidung gesprochen. Als ich dann das Bischofsbüro verließ, atmete ich tief durch und dachte: „Wie gut, daß ich das hinter mir habe.”
Es lag nicht daran, daß ich nicht im Evangelium unterrichtet worden wäre. Meine Familie war im Gegenteil sehr aktiv in der Kirche, und ich war immer zu den Versammlungen gegangen und hatte den Seminarabschluß. Ich glaube, jeder meinte, daß ich auf Mission gehen würde.
Ich wohnte noch zu Hause, studierte an einer nahegelegenen Universität und versuchte, einen Nebenjob zu finden. Wie es damals Mode war, hatte ich lange Haare, und deshalb war es schwer, einen Job zufinden. Je länger meine Haare wurden, desto mehr baute sich auch die Spannung zwischen mir und meinem Vater auf. Als er mich aufforderte, zum Friseur zugehen, verließ ich das Haus und blieb drei Tage bei einem Freund. Dann kehrte ich wieder nach Hause zurück, natürlich ohne beim Friseur gewesen zu sein. Damit wollte ich meinem Vater zeigen, daß ich nur das tat, was ich selbst wollte.
Mehrere Mitglieder unserer Gemeinde hielten mir vor Augen, daß ich meinen Eltern mit meiner Entscheidung, nicht auf Mission zu gehen das Herz gebrochen hätte. Ich ging immer seltener zur Kirche, weil ich spürte, daß die Erwachsenen meine Einstellung und meine langen Haare nicht mochten. (Erst viel später erfuhr ich, daß sie immer wieder darum gebetet hatten, es möge irgend etwas geschehen, was mir die Möglichkeit gab, zu mir selbst zu finden.)
Wenn ich zur Kirche ging, ging ich auch zu den Kollegiumsversammlungen der Ältesten, obwohl ich gar kein Ältester war. Eines Sonntagmorgens sagte der Ältestenkollegiumspräsident: „Wir würden Sie gerne als Heimlehrer berufen. Nehmen  Sie diese Berufung an?”
Ich war entsetzt, sagte aber zu.
„Bill Brothers ist Ihr Mitarbeiter”, sagte er noch.
Sobald ich das Gemeindehaus verlassen hatte, begann ich zu überlegen, wie ich aus dieser Sache wieder herauskommen konnte. Da kam Bill Brothers auf mich zu. Er war ungefähr in meinem Alter, und ich kannte ihn seit der PV.
„Wir werden ja in Zukunft wohl gemeinsam heimlehren gehen”, sagte er.
„Es sieht so aus”, brummte ich verdrießlich.
„Wollen wir den Jungs in der Gemeinde mal zeigen, wie man richtig heimlehren geht”, fragte er.
Dieser Vorschlag durchzuckte mich wie ein Blitz. Natürlich! Wir würden den Männern in unserer Gemeinde zeigen, wie man richtig heimlehren geht. Wir würden unsere Aufgabe viel besser erfüllen als alle anderen, und vielleicht hörten dann endlich auch die kritischen Bemerkungen zu meiner Einstellung und zu meinen langen Haaren auf. Bill und ich überlegten uns, daß wir zuerst die Väter in den beiden uns zugeteilten Familien fragen wollten, worüber wir mit ihrer Familie sprechen sollten.
Bill traf die Verabredungen. Ich nahm an, daß jeder Vater sich das Thema wünschte: Wie kommen meine Kinder besser miteinander aus - oder ein anderes ähnliches Thema. Aber ich hatte Unrecht.
„Wißt ihr, Jungs”, sagte Bruder Smith, „wir versuchen schon eine ganze Zeit, gemeinsam im Buch Mormon zu lesen, aber da unsere Kinder noch so klein sind, können sie manchmal gar nicht verstehen, was wir da lesen. Deshalb wäre es schön, wenn ihr uns die wichtigsten Geschichten aus dem Buch Mormon erzählen könntet, und zwar in chronologischer Reihenfolge.”
Nach dem Besuch schlug Bill vor, wir sollten die Smiths mehr als einmal im Monat besuchen. Bill ging nämlich in drei Monaten auf Mission, und er wollte vorher sämtliche Geschichten aus dem Buch Mormon erzählen.
Bill schlug auch vor, wir sollten mit dem Buch Ether anfangen, da es zeitlich an erster Stelle stand. Er wollte den ersten Teil erzählen, ich sollte den zweiten übernehmen. Zuerst hatte ich gemeint, unsere Aufgabe sei ganz leicht, aber nun wurde mir klar, daß ich mich vorbereiten mußte. Das gefiel mir nicht, deshalb stimmte ich nur zögernd zu.
Kurz vor unserem ersten Besuch überflog ich rasch den letzten Teil des Buches Ether, in der Hoffnung, wenigstens soviel zu behalten, daß ich über die Runden kommen konnte. Als wir jedoch bei den Smiths waren, konnte ich ihre freudige Erwartung deutlich spüren, und es machte mich verlegen, daß ich mich nicht so gut vorbereitet hatte wie Bill. Ich nahm mir vor, es beim nächsten Mal besser zu machen.
Während der nächsten beiden Monate las ich das gesamte Buch Mormon. Zuerst las ich es nur, damit ich den Kindern der Smiths ihre Geschichte erzählen konnte. Aber schon bald begann ich mich zu fragen: „Was ist, wenn das Buch Mormon wirklich wahr ist?” Meine Betrachtungsweise begann sich zu verändern, als ich die ewigen Prinzipien in mich aufnahm, die Nephi, Lehi und Jakob verkündet hatten. Als ich las, wie Alma für seinen aufrührerischen Sohn betete, begriff ich, welche Sorgen sich meine Eltern wegen mir machten. Ich spürte den Geist, der Helaman beseelt hatte, als er über seine glaubenstreuen jungen Soldaten schrieb, und ich fragte mich, ob ich genauso mutig gewesen wäre wie sie. Ich las vom Erscheinen des Erretters und von seinen Lehren. Mir wurde klar, daß die Nephiten wegen ihrer Schlechtigkeit vernichtet worden waren. Und schließlich las ich noch im Buch Moroni, daß wir uns am Gerichtstag wiedersehen werden und daß der Herr von uns Rechenschaft über den Inhalt des Buches Mormon verlangen wird. Mir war, als habe Moroni das speziell für mich geschrieben.
Plötzlich wußte ich, daß das Buch Mormon wahr ist! Der Same des Glaubens hatte in mir Wurzeln geschlagen, und jetzt war er so sehr herangewachsen, daß ich es kaum für mich behalten konnte. Am liebsten hätte ich jedem von der Freude erzählt, die mir die Gewißheit vermittelte, daß das Buch Mormon wahr ist, daß Joseph Smith wirklich ein Prophet Gottes war und daß die Lehren der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wahr sind. Ich weinte vor Dankbarkeit darüber, daß ich ein Zeugnis empfangen hatte.
Dann fuhr ich zu Bischof Toolson und klopfte an. Er bat mich herein und fragte mich, was er für mich tun könne. Äußerlich sah ich nicht anders aus als sonst — meine Haare waren so lang wie nie — aber innerlich war ich ein ganz neuer Mensch geworden: ich hatte die mächtige Wandlung im Herzen erlebt. Dann sprudelte es aus mir heraus: „Ich möchte auf Mission gehen.”
Bischof Toolson lächelte und führte mich ins Wohnzimmer. Dann öffnete er seine Aktentasche und holte eine Empfehlung für Missionare heraus. Er hatte sie bereits vollständig ausgefüllt — nur eine einzige Frage war noch offen. Und diese Frage stellte er mir nun: „Wann möchtest du gehen?”
„So bald wie möglich”, antwortete ich. Ich konnte es kaum abwarten. Bischof Toolson erklärte mir, daß ich ein Bild von mir einschicken mußte — mit einem missionarsgerechten Haarschnitt. Ich versicherte ihm, daß ich das sofort erledigen würde.
Am 4. August 1972 erhielt ich meine Berufung auf Mission. Während meiner Zeit als Missionar habe ich oft feierlich Zeugnis gegeben, daß ich aus eigener Erfahrung weiß: das Buch Mormon ist wahr. Außerdem ist mir folgendes klargeworden: Wenn man andere Menschen auffordert, im Buch Mormon zu lesen, darüber zu beten und zu versuchen, die darin enthaltenen Lehren zu befolgen, dann stellen auch sie fest, daß das Buch Mormon wahr ist.
Derek Preece, Oktober 1991
DerekPreece gehört zur Gemeinde Grossmont im Pfahl Santee in Kalifornien 

11:58 PM - 13.5.2008


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